Der Domersleber Carneval Club (DCC) nullt in diesem Jahr mal wieder. Er wird 40 und deshalb ging es beim Sessionsauftakt kurz nach dem 11.11. auch besonders närrisch zu, eben ganz getreu dem Motto "40 Jahre und kein bisschen leise(r)". Dem konnte auch Petrus mit einer Regenhusche nichts entgegensetzen, pünktlich um 11.13 Uhr setzte sich ein bunter Zug durch den Ort in Bewegung.

Domersleben. Nur alle fünf Jahre, nämlich dann, wenn die laufende Sessionsnummer auf null oder fünf endet, beginnen die Domersleber Jecken die närrische Session mit einem bunten Umzug. Schon Wochen, ja sogar Monate vorher, geht es heiß her beim Tüfteln. Hinter verschlossenen Türen entstehen die schönsten und buntesten Festwagen. Wann sonst hat man schon einmal die Gelegenheit, so manches Politikum wie zum Beispiel die Gemein(d)e-Gebietsreform oder den Domersleber See aufs Korn zu nehmen, ohne dass es einem übel genommen wird.

Und doch wurde so manches Geheimnis am vergangenen Sonnabend erst gelüftet, als sich ein närrisches Volk, das keinesfalls nur aus Mitgliedern des hiesigen Karnevalsvereins bestand, am Budenplatz traf. Von Groß bis Klein hatten sich alle besonders in Schale geworfen, obwohl das eine oder andere Kostüm zunächst unter einem schützenden Regencape oder zumindest einem Schirm verschwinden musste. Denn Petrus zeigte, dass er kein Karnevalliebhaber ist, und schickte pünktlich zum Umzugsbeginn eine Regenhusche über Domersleben. Aber den Umzug deswegen ausfallen zu lassen, kam für die Domersleber nicht in Frage.

38 Wagen- und Fußgruppen hatten sich vom Zugverantwortlichen Roger Kolonko in Reih‘ und Glied bringen lassen. Und damit niemand das Vorbeiziehen des bunten Zuges verpasste, hatte der DCC um Präsident Michael Boße auch die Blaskapelle aus Altenhausen, die Schalmeienkapelle aus Sülldorf sowie den Spielmannszug der Feuerwehr Druxberge angeheuert.

Die Stimmung war kaum zu übertreffen und die Gäste, die die Straßenränder säumten, ließen es sich nicht nehmen, während des Verlaufs dem Umzug zu folgen und ihn von verschiedenen Perspektiven aus zu sehen. Zu schön war das, was die Karnevalisten und ihre Mitstreiter aus den örtlichen Vereinen, dem Kindergarten und der Schule auf die Beine gestellt hatten. Närrische Unterstützung gab es traditionell von den "Löstigen Höhenhuusern" aus Köln, mit denen die Domersleber eine langjährige Freundschaft verbindet, und auch von den Nachbarn des Wanzleber Feuerwehr-Karneval-Klubs (FKK).

<6>Und nachdem dem Dorf die frohe Kunde von der großen Geburtstagssause verkündet worden war, ging es am und im Kulturzentrum "Schafstall" zünftig weiter. Tanzgruppen aus Gastvereinen zeigten ihr Können und auch das Sax‘n-Anhalt-Orchester war gekommen, um noch mehr Stimmung zu verbreiten.

   

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