Klein Wanzleben (skr). Das Pflegeheim in Klein Wanzleben hat bei einer unangemeldeten Prüfung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen mit der Bestnote "sehr gut" bestanden. Der Durchschnitt beim landesweiten Test von 258 von 475 geprüften Pflegeheimen in Sachsen-Anhalt liegt bei 1,8, einem "gut". Die Note von einer glatten 1,0 war das Ergebnis der Prüfkommission, die sich aus Vertretern des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherungen (MDK) zusammensetzt, und kürzlich das Klein Wanzleber Pflegeheim zwei Tage lang unter die Lupe nahm. "Nach dem Pflegeentwicklungsgesetz, das 2008 eingeführt wurde, können alle Heime unangemeldet geprüft werden", erklärte die Geschäftsführerin Birgit Pauels.

Insgesamt wurden 80 Kriterien aus vier Teilbereichen – die Pflege, der Umgang mit demenzkranken Bewohnern, die soziale Betreuung und die Hauswirtschaft sowie die Hygiene – geprüft, Ergebnis jeweils eine 1,0. Hinzu kam eine Befragung von elf Bewohnern. In dem Pflegeheim werden aktuell 106 Personen betreut. Die älteste Bewohnerin ist 97 Jahre alt. "Der Landkreis möchte sich als Eigentümer des Pflegeheims bei der Heimleitung, der Pflegedienstleitung und allen Mitarbeitern für das fantastische Ergebnis bedanken, das natürlich auch Maßstäbe für die Zukunft setzt", sagte Holger Mühlisch, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, nach der Qualitätsprüfung.

Rund 70 Mitarbeiter, davon 57 Festangestellte arbeiten in dem Pflegeheim, das als solches 1992 gegründet wurde. Der Landkreis Börde ist seither der kommunale Gesellschafter der Pflegeeinrichtung. Das Haus wurde samt der neuen Häuser sowie der Sanierung des Altbaus 1993 fertiggestellt.

Die Gesamtnote von 1,0 lag weit über dem Landesdurchschnitt in Sachsen-Anhalt, der zum Bewertungszeitpunkt bei 1,8 lag. "Die Mitarbeiter haben für dieses super Ergebnis viel geleistet. Wir sind sehr stolz auf das Erreichte", freute sich Heimleiterin Birgit Pauels. Als Dankeschön an die Mitarbeiter für die geleistete Arbeit hatte die Heimleitung eine Busfahrt organisiert. Zwei Ziele standen dabei zur Auswahl. Eine Gruppe fuhr nach Potsdam, eine andere nach Hamburg.