Die zwölf Tonnen schweren Walzen lassen den ganzen Körper vibrieren. Wieder und wieder fahren die Schwergewichte über die frisch gezogene Deckschicht der künftigen ersten neuen Fahrspur der B 81. Die Bauarbeiter geben Gas, nutzen die noch günstigen Temperaturen, um die Bauarbeiten so lange wie möglich vorantreiben zu können.

Altenweddingen/Schwaneberg/Egeln. Seit Monaten bestimmen neben dem unaufhörlich fließenden Verkehr die Bauarbeiter das Geschehen auf der B 81 zwischen Egeln-Nord und Altenweddingen. Sie bauten die Richtungsfahrbahn nach Magdeburg. Schufen eine neue Trasse, Schicht um Schicht konnten die Autofahrer sie wachsen sehen.

Vor rund 14 Tagen nun startete der Einbau der Asphalttragschicht. Dabei wurden die Arbeiten von Egeln-Nord aus auf der Richtungsfahrbahn Magdeburg (östliche Fahrbahn) begonnen und am vergangenen Donnerstag abgeschlossen.

Der Einbau der Deckschicht ist stark witterungsabhängig, was Roland Melzig noch treffender mit den Worten formuliert: "Die Deckschicht ist empfindlich, unter vier Grad sollten die Temperaturen nicht liegen. Doch heute ist es geradezu ideal", meinte der Bauarbeiter. In diesen Tagen ist vor allem auch kurzfristiges Handeln gefragt. Sah es doch am Donnerstag mit Dauerregen längst nicht so aus, als könnte das Ziehen der Deckschicht tatsächlich am Freitag passieren. Doch es funktionierte: kein Regen, kein Wind, Temperaturen um die fünf, sechs Grad.

Neben dem Einbau der abschließenden Deckschicht für die neue Fahrbahn sind auch Hamstertunnel noch zu bauen. Die weitere Terminkette kann nur bei ungestörtem Bauablauf eingehalten werden.

Die Planung sieht vor, dass die Asphaltierungsarbeiten der Richtungsfahrbahn Magdeburg in der 48/49. Kalenderwoche dieses Jahres abgeschlossen werden. Die geplante Fertigstellung der Bankette West (Mittelstreifen) einschließlich einer Umpflasterung der Schächte soll bis zum 23. Dezember abgeschlossen sein.

Mit Beginn des neuen Jahres startet dann der Bau der Bankette Ost inklusive der Hamsterleiteinrichtungen. Zugleich ist Baufreiheit für den Einbau der Schutzplanken im Mittelstreifen zu schaffen. Die Markierung und Beschilderung soll zu guter Letzt in der 12. oder 13. Kalenderwoche des neuen Jahres erfolgen. Diese Terminkette könne aber nur eingehalten werden, wenn das Wetter mitspiele und es keine anderen Störungen im Bauverlauf gebe, war aus der Pressestelle des Bauministeriums zu erfahren.

Insgesamt hatte sich der Bauverlauf und Baustart bereits Mitte des Jahres verzögert. Es gab eine Beschwerde im Vergabeverfahren und die sorgte für Verzögerungen von etwa vier Wochen.