Die Waldhalle in der Forststraße war lange Zeit beliebtes Ausflugsziel vieler Burger. Idyllisch am "Bürger Holz" gelegen, war die Gaststätte Anlaufpunkt für Mittagstische, Kaffeerunden oder gemütliche Abendessen. Ab 1. Oktober gehört die Waldhalle zur Vergangenheit. Der langjährige Inhaber Klaus Möhring blickt auf eine ereignisreiche Zeit zurück.

"Gastronom ist für mich nicht Beruf, sondern Berufung", sagt Klaus Möhring. Das 59-Jährige kaufte das Objekt 2006. "Ich bin hier in Burg geboren, schon als Kind liebte ich die Ferienspiele in der Waldhalle." Später war er hier oft mit den Eltern essen. Auch die Betriebsfeiern, die er hier miterleben durfte, blieben ihm in Erinnerung. "Die Lage ist einmalig. Verlässt man die Waldhalle, ist man direkt in der Natur", so Möhring.

Aus beruflichen Gründen verbrachte er einige Jahre im bayrischen Eichstädt. Aber das Heimweh trieb in zurück nach Burg. "Hier ist einfach mein Zuhause", sagt das Burger Urgestein. Wieder in der Kreisstadt angekommen eröffnete er 2001 die Kneipe "Zum Goethepark". Als der gelernte Fleischer fünf Jahre später erfuhr, dass die Waldhalle leer steht, entschloss er sich, dieses Stück Burger Geschichte zu kaufen. "Im September 2006 haben wir eröffnet, das war schon ein tolles Erlebnis", sagt Klaus Möhring.

Gut vier Jahre gehörte die Waldhalle zum Alltag der Möhrings. Feste wurden gefeiert, Hefeweizen im Biergarten ausgeschenkt, Kugeleis verkauft und das Tagesgeschäft am Laufen gehalten. "Die Waldhalle hat immer viel Spaß gemacht", schaut der ehemalige Besitzer zurück. "Höhepunkte waren für mich die Hochzeiten, die wir hier ausrichten durften, nicht nur wegen der tollen Brautkleider", sagt Möhring schmunzelnd. Dieser Tag ist der Wichtigste im Leben eines Paares. "Die Herausforderung, ihn so perfekt wie möglich zu gestalten, hat mich immer gereizt."

Auch die Senioren, die regelmäßig in die Waldhalle zum Tanz kamen, sind ihm im Laufe der Zeit ans Herz gewachsen.