Kroppenstedt. Was braucht ein seniorengerechtes Auto? Wie bewegen sich ältere Menschen sicher im Straßenverkehr als Radfahrer oder Fußgänger? Diesen Fragen ging die Verkehrswacht Oschersleben bei einem Besuch im DRK-Mehrgenerationenhaus in Kroppenstedt auf den Grund. Interessierte Zuhörer waren die Seniorinnen des Dienstags-Treff.

Sie erarbeiteten gemeinsam mit Verkehrswacht-Chef Klaus Glandin, was für sie wichtig ist. "Zu einem seniorengerechten Auto gehört zum Beispiel, dass es höher gelagert ist, damit man bequemer ein- und aussteigen kann", erklärte Glandin und die Damen nickten zustimmend. "Breitere Türen, Automatik und eine Sitzheizung", ergänzten sie reihum. "Und Sensoren fürs Einparken", rief noch jemand. Klaus Glandin pflichtete bei. Er betonte: "Achten Sie auf solche Dinge, damit sie solange wie möglich am Straßenverkehr teilnehmen können."

Wichtig sei indes auch, sich freiwillig regelmäßigen Untersuchungen beim Arzt zu stellen. "Angehörige sollten ruhig höflich darauf hinweisen, wenn sie bemerken, dass ihre älteren Verwandten Probleme beim Autofahren haben." Helga Helmholz meinte dazu: "Ich kann mir vorstellen, dass Frauen in diesem Punkt einsichtiger sind." Und die anderen stimmten zu, war doch gar kein Mann in der Runde, der etwas Gegenteiliges behaupten konnte. Wer sich als Fußgänger auf den Straßen bewegt, konnte sich bei Glandin ebenfalls Tipps holen.

Besonders legte er den Seniorinnen Reflektoren ans Herz. "Das ist nicht teuer, und glauben Sie mir, jeder Autofahrer ist dankbar, wenn sie so etwas anhaben und er die Fußgänger dadurch sofort im Dunkeln erkennen kann." Wer es dabei modisch mag, für den stellte Glandin ein kleines Plüsch-Flusspferd vor, das zum Beispiel als Taschenanhänger getragen werden kann. Da schmunzelten die Damen.

Schließlich, so empfiehlt die Verkehrswacht, sollte man auch als Radfahrer gut zu erkennen sein. Und: Helm nicht vergessen.

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