Der Schulze-Hof lockte viele Gäste zum Weihnachtsmarkt, trotz verschneiter Wege, die erstmal freigeschoben werden mussten. Besondere Attraktionen waren die Märchenscheune und das musikalische Programm.

Dalldorf. Für die Frauen und Männer des Dalldorfer Dorfclubs gab es in diesem Jahr für die Vorbereitung des schon zur Tradition gewordenen Weihnachtsmarktes auf dem Schulze-Hof eine ganze Menge mehr zu tun als in den vergangenen Jahren. Das Winterwetter mit seiner weißen Pracht ließ das Gehöft fast vollständig einschneien, so dass erst einmal ordentliche Wege freigeschoben werden mussten, um den Besuchern den Einlass zu ermöglichen.

"Auch unser Museum auf dem Dachboden der alten Scheune war kräftig zugeweht, so dass wir hier mit Besen und Handfegern den feinen Schnee von den antiken Sachen fegen mussten", berichtete Annegret Schulze und verwies dabei auf alte Möbel und allerhand Trödel, der noch immer mit einer weißen Schneeschicht bedeckt war. "Das hat es überhaupt noch nicht gegeben", erklärte sie weiter; das Museum wird im kommenden Jahr schon zehn Jahre alt.

Für die zahlreichen Besucher war dies jedoch kein Hindernis, denn warm eingepackt in dicken Stiefeln und Winterbekleidung stapften diese lustig und vergnügt über den weihnachtlich geschmückten Hof bis hinauf ins verschneite Museum und ließen sich obendrein mit köstlichen Leckereien verwöhnen.

Großer Andrang herrschte auch im Märchenwald. Was von außen wie eine ganz normale Scheune aussah, entpuppte sich im Inneren als riesengroßes Märchenbuch. Hier präsentierten sich nicht nur Hänsel und Gretel mit der alten Hexe, sondern auch das tapfere Schneiderlein, Rapunzel mit dem langen Zopf und auch der furchteinflößende Wolf mit der klugen Geißenmutter.

Und wer von den Besuchern ganz genau hinschaute, der konnte auch die sieben jungen Geißlein entdecken, die überall versteckt waren.

Neue Figuren gefertigt

"Wir haben im letzten Jahr die Idee mit unserem Märchenwald in die Tat umgesetzt", teilte Annegret Schulze weiter mit. Allerdings habe man im Vorjahr vier andere Märchen gewählt und in diesem Jahr alles wieder neu dekoriert. Viele Wochen beschäftigten sich Annegret und Dietmar Schulze sowie Annelore Wust und Familie Mahnke mit dem Gestalten der Märchenkulisse und dem Fertigen der Figuren. Auch die Kinder Katharina Wust und Lea Friebertshäuser halfen dabei kräftig mit.

Und so wurde der Märchenwald nicht nur ein wahrhaftiger Besuchermagnet für Groß und Klein, sondern auch der richtige Ort für den Weihnachtsmann, der hier seine Geschenke verteilte und so manches Gedicht zu hören bekam.

Großen Anklang fand auch das Konzert mit den Kindern der Musikschule Fröhlich aus Halberstadt, die unter der Leitung von Frau Möller mit Stücken auf der Melodika und dem Akkordeon begeisterten. Durch einen echten Besucheransturm reichten die vorbereiteten Sitzplätze nicht aus, so dass in Windeseile noch Sitzgelegenheiten herbei geschafft wurden.

Mit einer Weihnachtsgeschichte und Weihnachtsliedern warteten die Schülerinnen des Landesgymnasiums Wernigerode Katharina Wust, Sarah Witter und Sophie Müller auf und ernteten dafür jede Menge Applaus.

"Ein rundum gelungener Tag", stellte Annegret Schulze abschließend fest und möchte sich an dieser Stelle bei den zahlreichen Helfern bei der Vorbereitung und Durchführung des Weihnachtsmarktes in Dalldorf bedanken.

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