Die Entscheidung, ob es auch im nächsten Jahr wieder einen Weihnachtsmarkt in Wanzleben geben wird, ist zwar noch nicht gefallen, aber dennoch brauchen sich die Initiatoren der diesjährigen Auflage nicht zu verstecken. Zahlreiche Besucher fanden trotz widriger Wetterbedingungen den Weg zur Wanzleber Burg, wo ein buntes Treiben herrschte.

Wanzleben. "Für das Wetter können wir nichts", zog Sandro Meyer als Wanzleber Ortsbürgermeister während des Weihnachtsmarktes gestern auf der Burg eine Zwischenbilanz. Schneeflocken und Regen wechselten sich ab und weichten nicht zuletzt den Boden vor der Bühne und den Buden doch erheblich auf. Nach zögerlichem Start strömten die Besucher dann doch auf das Burggelände, wo am Fuße des Bergfrieds 21 Stände aufgebaut waren. Der Gesang der Kinder und der Besuch des Weihnachtsmanns übten dabei wohl auch ihre Magnetwirkung aus.

Der Weihnachtsmann hatte jedenfalls, bevor die Kinder der drei Wanzleber Kindergärten gemeinsam das Publikum mit ihrem Programm erfreuten, alle Ohren voll zu tun. Er hörte sich Lieder und Gedichte an und ließ sich auch ein Plätzchenrezept verraten. Unterstützung bekam er dabei von seinem Engel Virginia, während er die Süßigkeiten aus dem großen Sack durch Ortsbürgermeister Sandro Meyer verteilen ließ.

Ein Rundgang an den Ständen vorbei bedeutete nicht nur für den Magen die eine oder andere kulinarische Freude, auch die Augen der Kinder (und vielleicht auch mancher Väter) konnten strahlen, wenn sie durch manches Fenster oder hinter manche Tür lugten. So drehten zum Beispiel im Kornhaus, das sich übrigens als Stätte der Kreativen entpuppte, mehrere Modellbahnen ihre Runden. Bei den Fotos, auf denen Walter Götze den Wandel zwischen früher und heute in Wanzleben festgehalten hatte, gab es einiges auszudiskutieren (was den Fotografen natürlich freute). Interessant war es auch, den Korbmachern über die Schulter zu schauen oder mit dem Maler oder der Strickfrau ins Gespräch zu kommen.

Auch die Schauspielerinnen des Ensembles Theatrum hatten sich von Hohenerxleben auf den Weg nach Wanzleben gemacht, um den Kindern die Geschichte von einem kleinen Engel zu erzählen, der gern ein Schutzengel werden wollte. Schnell waren die Kinder mittendrin und wurden selbst zu kleinen Theaterakteuren.

In das Programm, das der elfköpfige Arbeitskreis koordiniert hatte, brachten sich ebenso viele Wanzleber mit ein. So standen auch zahlreiche Gewerbetreibende und Vertreter von Vereinen an den Ständen und boten ihre Angebote für Leib oder den Gabentisch feil.

 

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