Die Halberstädter Straße in Oschersleben in Höhe der ehemaligen Drogerie Dunkelberg ist wieder für Autos befahrbar. Der Eigentümer des einsturzgefährdeten Hauses hat kurz vor Weihnachten im Gebäude Sicherungsmaßnahmen vorgenommen, so dass das Bauordnungsamt des Landkreises Börde die Straßensperrung zurücknahm.

Oschersleben. Wochenlang seit Mitte Oktober war die Halberstädter Straße in Oschersleben, ohnehin eine Einbahnstraße, bis in Höhe der Kreismusikschule eine Sackgasse. Die Straße war voll gesperrt, weil der Giebel der ehemaligen Drogerie Dunkelberg in der Halberstädter Straße 117 drohte, auf die Straße zu stürzen (Volksstimme berichtete). Das Bauordnungsamt des Landkreises Börde hatte den Eigentümer des Hauses, einen Geschäftsmann aus Bremen, angewiesen, das abrissgefährdete Gebäude zu sichern. Und den Abschnitt der Halberstädter Straße davor für Fußgänger und Autos voll gesperrt.

"Die akute Einsturzgefahr ist beseitigt", sagte gestern Birgit Schulze, Sachgebietsleiterin Bauverwaltung des Bauordnungsamtes des Landkreises Börde, auf Volksstimme-Nachfrage. Der Eigentümer habe durch eine Firma das alte Drogeriegebäude vom Keller bis zum Dach von innen aussteifen lassen. "Darüber gibt es auch einen statischen Nachweis, das Bauordnungsamt hat die Arbeiten zudem abgenommen", gab Birgit Schulze weiterhin Auskunft. Deshalb habe das Amt die komplette Straßensperrung aufheben können. Die Sperrung verläuft jetzt nur unmittelbar vor dem Gebäude.

Das komplette Abbrechen der alten Drogerie Dunkelberg sei nach Auskunft von Birgit Schulze derzeit witterungsbedingt nicht möglich. Zudem habe das Nachbargebäude, eine frühere Gaststätte, keinen eigenen Giebel. "Nach der Frostperiode im Frühjahr wollen wir weitere Maßnahmen mit dem Eigentümer abstimmen", versicherte Birgit Schulze. Im Bereich der Fassade gebe es noch etlichen Handlungsbedarf, die jetzige Situation sei kein Dauerzustand. Das Bauordnungsamt des Landkreises Börde habe die alte Drogerie Dunkelberg weiter unter Beobachtung.

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