Sommerschenburg (rsh). Ein neuer Ortsname für Sommerschenburg – oder besser ausgedrückt eine Erweiterung des bestehenden Namens – steht im Dorf zur Debatte. Der Gemeinderat hatte Ende Oktober per Beschluss erste Schritte zur Umbenennung des Ortsteils in "Gneisenaudorf Sommerschenburg" in die Wege geleitet. Vor allem soll zunächst die Bereitschaft der Bürger erfasst werden, ehe man in der Sache konkret wird. Parallel dazu prüft das Verwaltungsamt der Oberen Aller die rechtlichen Bedingungen eines Namenszusatzes. Diesbezüglich dürfte es nach aktuellem Stand der Dinge jedoch keine Hindernisse geben. "Rechtlich ist es möglich, die Entscheidung über die Umbenennung hat die Gemeinde und somit der Gemeinderat zu treffen", heißt es.

"Wir möchten das aber nicht allein ohne den entsprechenden Rückhalt aus der Bevölkerung beschließen", so eine gemeinsame Erklärung der Gemeinderäte. Der Ratsbeschluss vom Oktober sieht vor, im Rahmen einer Bürgeranhörung die grundsätzliche Stimmung für oder gegen das Vorhaben einzufangen. Dies erfolgt nicht über eine Versammlung, sondern per Anhörungsbogen. So werde sichergestellt, dass alle betroffenen Bürger Gelegenheit zur Meinungsäußerung haben. Das Papier lag der jüngsten Ausgabe des Gemeindeheftes "Rund um den Dorn" (Nr. 19, Weihnachten 2010) bei und sollte bis spätestens Jahresende ausgefüllt werden; Abgabeschluss ist der 31. Dezember, einzureichen entweder bei der Verwaltung der Verbandsgemeinde, dem Bürgermeister oder auch den Sommersdorfer Gemeinderäten. "Das Umfrageergebnis wird für die weiteren Entscheidungen des Gemeinderates richtungsweisend sein", betont Bürgermeister Peter Müller.

Die Erweiterung des Ortsnamens zielt nicht zuletzt auf die touristische Belebung der Gemeinde ab. Sie soll eine Erhöhung des Bekanntheitsgrades der Sommerschenburger "Gneisenau-Geschichte" bewirken.