Zur letzten Blutspende in diesem Jahr lud gestern der DRK-Kreisverband Börde ein. Von 15.30 bis 20.30 Uhr besuchten zahlreiche Frauen und Männer aus Oschersleben und Umgebung noch einmal das katholische Vereinshaus in der Bodestadt, um dort den roten Lebenssaft für Patienten aus Krankenhäusern in Sachsen-Anhalt zu spenden.

Oschersleben. Eifrige Blutspender und -spenderinnen aus Oschersleben und Umgebung folgten gestern letztmalig für dieses Jahr der Einladung des DRK-Kreisverbandes Börde.

"Leider mussten wir in diesem Jahr einen Rückgang der Spenden verzeichnen", sagte Ewald Schaberich, der Referent des DRK-Blutspendedienstes. Das habe vor allem am häufigen Ortswechsel des Spendenlokals gelegen. "Die Räume des Bürgertreffs im Diesterwegring waren zu klein, deshalb mussten die Spender oft lange warten bis sie dran waren", erinnerte sich Rita Bouzidi, die Vorsitzende des DRK-Ortsvereins.

Auch der Umzug in das erste Obergeschoss der Puschkin-Sekundarschule sei sehr unvorteilhaft gewesen. "Die gesamte Ausrüstung musste jedes Mal dort hoch getragen werden, und nicht alle Blutspender können Trepppen steigen", so die Vorsitzende weiter. Doch nun sei alles perfekt. Zum zweiten Mal fand der Termin gestern in den großzügigen Räumen des katholischen Vereinshauses statt, die ausreichend Platz sowohl für die Blutabnahme, als auch für die Versorgung bieten. "Natürlich ist auch die Wetterlage schuld daran, dass etwas weniger Leute die Einladung wahrnehmen", ergänzte Ewald Schaberich.

Wie immer waren die fleißigen ehrenamtlichen Mitarbeiter Hildegard Brennecke, Regina Kandula, Walburga Niemann, Christin und Christian Thurm, die Tochter der Ortsvereins-Vorsitzenden Sara Bouzidi sowie Frank Niemann schon Stunden vor dem eigentlichen Termin damit beschäftigt, alles Notwendige vorzubereiten, wie beispielsweise einzukaufen, Brötchen zu schmieren und den Tisch zu decken. "Viele der Spender sitzen anschließend noch ein Weilchen zusammen und unterhalten sich. Es ist immer eine schöne Athmosphäre", berichtet Rita Bouzidi. Dazu trug auch bei, dass alle Blutspender im Dezember als kleines Dankeschön eine Schachtel Pralinen geschenkt bekamen. "Und das haben sie auch verdient, schließlich bekommen sie kein Geld dafür, und die Konserven in Sachsen-Anhalts Krankenhäusern sind immer knapp", so Schaberich. Er möchte deshalb darauf hinweisen, dass im Institut für Transfusionstechnik Suhl, das ebenfalls in Oschersleben Spendentermine anbietet, die Konserven an Kliniken außerhalb Sachsen-Anhalts geliefert würden. "Das wissen viele Leute gar nicht", sagte der Referent des DRK-Blutspendedienstes.

Bis um 17.30 Uhr hatten bereits 49 Leute das Spendenlokal in der Alten Dorfstraße besucht und ihren roten Lebenssaft gespendet. Insgesamt waren es im vergangenen Jahr etwa 2 500 Menschen aus dem Altkreis Börde, die die Blutspendetermine des DRK wahrgenommen haben. "Den Menschen ist es ein inneres Bedürfnis, mit ihrer Spende etwas Gutes zu tun, viele kommen schon über Jahre hinweg regelmäßig und haben schon den Termin-Rhythmus im Blut", scherzt Rita Bouzidi. Einige spendeten schon über 125 mal.

Die Blutspendetermine des Deutschen Roten Kreuzes finden im Vierwochentakt statt, das nächste Mal am 31. Januar 2011 von 15.30 bis 20.30 Uhr im katholischen Vereinshaus in Oschersleben. Männer dürfen alle zwei Monate und sechs mal im Jahr Blut abgeben, Frauen ebenfalls alle zwei Monate, aber nur 4 mal pro Jahr.

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