Eine neue Rettungswache in "exponierter Lage" wie es kürzlich im Sülzetal-Gemeinderat hieß, wurde am Dienstag offiziell im Osterweddinger Gewerbegebiet übergeben. Die Firma Krankentransport und Rettungsdienst Ackermann bezog damit ein neues Domizil, in dem sich die Rettungssanitäter wohlfühlen und ihrem Versorgungsauftrag noch besser gerecht werden können.

Osterweddingen. Es ist noch nicht so lange her, da hat der Landkreis Börde die Notfallrettung neu ausgeschrieben. Die Firma Ackermann bekam weiterhin den Zuschlag, im Sülzetal und in der Stadt Wanzleben, den Menschen in Gefahren- und Notsituationen zu helfen. Mit dem erneuten Zuschlag und der Tatsache, dass 24 Stunden ein Rettungsfahrzeug im Sülzetal vorgehalten werden muss, konnte die Firma, die es seit 21 Jahren gibt, planen. Die Gemeinde Sülzetal half bei der Beschaffung des Grundstücks in exponierter Lage. "Ruckzuck sind unsere Leute von hier aus in Richtung Wanzleben oder Hohendodeleben unterwegs", stellte Firmenchef Werner Ackermann anlässlich der Eröffnung der Rettungswache fest. Burkhard Ullrich ließ als Bauherr die Rettungswache errichten und zur Freude des Mieters, der Firma Ackermann, wurde der Termin 1. September gehalten. Nur die Telekom hinkt hinterher, der Telefonanschluss fehlt noch immer.

Bislang waren die Rettungssanitäter der Firma Ackermann in der alten Feuerwehr in Osterweddingen untergebracht. Das ging zwar für den Übergang, konnte aber kein Dauerzustand sein. Zumal gerade bei Sanitäreinrichtungen der Tatsache Rechnung getragen werden muss, dass es nun einmal männliche und weibliche Retter gibt. Im neuen Domizil können sich die Männer und Frauen sehr wohlfühlen.

Werner Ackermann und seine Frau Doris, die an diesem besonderen Tag neben Landrat Hans Walker viele Gäste begrüßen konnten, nutzten die offizielle Übergabe der Rettungswache in Osterweddingen vor allem auch, um sich bei allen zu bedanken, die mit dazu beigetragen haben, dass das Vorhaben so gut gelingen konnte.

Rund 26000 Bürger liegen im Einzugsgebiet des Unternehmens, welches seinen Stammsitz in Bottmersdorf hat. Insgesamt 19 Männer und Frauen sichern die Einsatzbereitschaft rund um die Uhr ab.

Pünktlich zur Eröffnung der neuen Rettungswache konnte übrigens auch ein neuer Rettungswagen in den Dienst gestellt werden. Das alte Fahrzeug wird als Reserve vorgehalten. Das neue Fahrzeug ist mit GPS ausgestattet. Mit dem Ortungssignal kann die Leitstelle dem Fahrzeug den optimalen Weg zum Einsatzort weisen. Derzeit nimmt der Rettungsdienst Ackermann an einer Projekterprobung zur Übertragung von Daten, beispielsweise vom EKG, aus dem Krankenwagen direkt ins Krankenhaus teil.

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