Das Blasorchester Oschersleben gab zum Abschluss seiner Weihnachtstournee in der Wulferstedter Kirche ein viel umjubeltes Abschlusskonzert. Orchesterchef Toralf Müller war mit der Konzertreihe sehr zufrieden.

Wulferstedt l Im Rahmen der Weihnachtstournee des Blas- orchesters Oschersleben fand das Abschlusskonzert in der Wulferstedter Martinikirche statt. Um den Musikern zu lauschen, nahmen zahlreiche Besucher auch Stehplätze in Kauf, denn die Sitzmöglichkeiten im gut beheizten Gotteshaus reichten für die vielen Gäste nicht aus.

Moderator Achim Henke, der die Bläser seit vielen Jahren begleitet, staunte nicht schlecht, als ihn nach dem überraschenden Besucherrekord in der Oschersleber Nicolaikirche auch in Wulferstedt ein so volles Gotteshaus erwartete. "Es ist mir immer wieder eine Freude, durch das Programm zu führen", eröffnete er das Konzert und kündigte mit humorvoll-heiteren, aber auch besinnlichen Sprüchen die einzelnen Programmpunkte an.

Die Gäste erwartete ein musikalischer Hochgenuss und eine Zeitreise aus weihnachtlichen, regionalen, nationalen sowie internationalen Stücken. Unter der musikalischen Leitung von Andreas Schröder präsentierten die Musiker beispielsweise neben der Weihnachtsfanfare von Douglas Court auch die bekannte Titelmusik aus der erstmals an Weihnachten 1984 ausgestrahlten Fernsehserie "Die Dornenvögel" sowie die ebenfalls gut bekannte gleichnamige Filmmusik aus "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" von Karel Svoboda.

Viel Applaus, spannungsvolle Augenblicke und manch verborgene Träne erntete auch das Nachwuchsorchester, bestehend aus Kay Anton Heller, Celine Teichner, Adriana Preuße, Lea Sophie Nowacyk, Anna Lena Stettin, Fabienne Wenzel, Paula Miede und Jasmin Schelhas. Die sechs- bis achtjährigen Mädchen und Jungen begeisterten unter der Regie von Sabine Mewes und Rabea Neumann und standen mit bekannten Melodien, wie "Freude schöner Götterfunken" oder "Ihr Kinderlein kommet", den "alten Hasen" in nichts nach.

Rasant ging es weiter im Programm mit der Russischen Schlittenfahrt von Darrol Barry, und auch Uwe Jensen sorgte wieder im original schottischen Kilt und Dudelsack für wahrhaftige Augen- und Ohrenfreuden.

Zum absolut jüngsten Orchesternachwuchs zählten die Zwillinge Julius und Jasmina Hahn aus Hamersleben. Mit ihren sechs Lenzen zeigten sie keinerlei Scheu und untermalten das Festprogramm mit weihnachtlichen Versen. Dafür gab es lang anhaltenden Applaus.

"Was wären wir heute ohne unsere Gründungsmitglieder", berichtete anschließend Silva Liebe vom Oschersleber Blasorchester. "Vor 20 Jahren standen wir fast vor dem Aus", verriet sie weiter und verwies auf viele Erfolge, zahlreiche Konzerte, Freude und Geselligkeit. Ihr Dank galt vor allem den Gründungsmitgliedern Hans-Georg Hahn, Mechthild Krause und Rosalinde Schröder, die sich einst für den Erhalt des Orchesters einsetzten und die Neugründung nach der politischen Wende in die Wege leiteten.

Auch Toralf Müller, Leiter des Blasorchesters Oschersleben, zeigte sich rundherum zufrieden mit dem Verlauf der diesjährigen Tournee. "Wir sind von Jahr zu Jahr besser geworden", meinte er und verwies auf die bereits sechste Veranstaltungsreihe im Rahmen der Weihnachtskonzerte. "Wir sind alle keine Profis, haben Spaß an diesem Hobby und investieren viel Zeit bei den Proben".

 

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