Diese Resonanz war der schönste Lohn für die musizierenden Akteure: Das Weihnachtskonzert des Badeleber Männergesangvereins "Frohsinn" fand vor der Rekordkulisse von 200 Besuchern statt, die sich an dem bunten Liederreigen erfreuten.

Badeleben l Pfarrer Peter Mücksch war ganz verzückt ob der großen Zuhörerschar in der Kirche, hegte als "Hausherr" aber auch leichte Sicherheitsbedenken angesichts des proppenvollen Gotteshauses, das bis über den letzten Platz hinaus gefüllt war. "Liegt\'s am Sauwetter, das die Menschen hier hereintreibt", scherzte der Geistliche, "oder daran, dass Sie alle sich so langsam auf Weihnachten einstellen wollen?" Mücksch jedenfalls konnte sich "nicht daran erinnern, dass es jemals so voll war" zum frohsinnlichen Weihnachtskonzert - immerhin das 19. dieser Art seit 1993.

Dazu eingeladen hatte abermals der hiesige Männergesangverein "Frohsinn" zusammen mit ehemaligen Schülern des Allertal-Gymnasiums, die sich immer wieder gern am Jahresende zum Konzert-Stelldichein in Badeleben einfinden.

Es stecke ein gewisser logistischer Aufwand dahinter, die alten Schulfreunde aus allen Himmelsrichtungen zur Chor- sowie zur Instrumentalgruppe zusammenzutrommeln, um dann kurz vorher noch ein Programm nebst Generalprobe abzustimmen, erfuhren die Zuhörer, aber es bereite allen Beteiligten stets auch große Freude. Und nicht zuletzt dank der engagierten Federführung von Birgit Gollmer, die als ehemalige Musiklehrerin der Gymnasiasten und als Leiterin des Männerchors das entscheidende Bindeglied bildet, entsteht am Ende ein wunderbarer Liederstrauß, der heimelig aufs heilige Fest einstimmt.

Unterm leuchtenden Zimbel- stern eröffnete das besinnliche "Sind die Lichter angezündet" den Wohlklang aus weihnachtlichen Gesangs- und Instrumentalstücken. Und während drinnen somit ein gemeinschaftlicher vierter Advent die Herzen und Gemüter berührte, tänzelten draußen auch die ersten zarten Schneeflöckchen hernieder. Herbeigesungen, könnte man meinen.