Der Weltgebetstag ist seit einigen Jahren bereits ein Höhepunkt in der Kirchengemeinde in Dreileben. Mit viel Liebe wurde in diesem Jahr der Abend, der das Land Malaysia in den Mittelpunkt stellte, vorbereitet.

Dreileben l Intensiv hatten sich Christel Troch, Dorothea Weber, Bettina Werauski und Thora Masur schon seit einigen Wochen mit dem Land Malaysia befasst. Der Weltgebetstag, der in über 170 Ländern begangen wird, stellte in diesem Jahr genau dieses Land in den Mittelpunkt. "Das Ziel ist diesmal die Stärkung der Hausangestellten dort", nannte Christel Troch einen Hintergrund des diesjährigen Weltgebetstag, den Frauen in Malaysia bereits seit 2009 vorbereitet haben.

Andererseits sollte aber auch die Bevölkerung in Deutschland aufgerufen werden, einmal darüber nachzudenken, wie es mit der Gerechtigkeit im eigenen Land aussieht. In einem Schauspiel thematisierten Christel Troch in der Rolle einer Witwe und Bettina Werauski als Richter die Unterdrückung der Frauen in Malaysia - und zeigten, dass es sich lohnt, dagegen anzukämpfen.

Neben Liedern und Gebeten erfuhren die Besucher der Veranstaltung auch viel über das Land und die Kulturen. Passend zu den Bildern mit Impressionen von Malaysia berichtete Christel Troch beispielsweise, dass die Kinder dreisprachig aufwachsen, dass dank des tropischen Klimas eine reichhaltige Pflanzen- und Tierwelt gedeiht, und dass das Land viele Arbeitskräfte hat, die für niedrige Löhne arbeiten. Die religiöse Toleranz hat eine hohe Bedeutung und das Gesundheitssystem ist eines der besten in Südostasien. Die multikulturelle Gesellschaft wird zusammengehalten, da die Bevölkerung in Malaysia die Verschiedenheit als Bereicherung erkannt hat. Mit der Kollekte sollte ein Zeichen gesetzt werden, dass man in der Welt lebt wie Geschwister, die auch Materielles miteinander teilen wollen.

Ihr Wissen rund um den Weltgebetstag frischen die Dreileber Organisatorinnen auch regelmäßig mit Gleichgesinnten auf. Mehrmals waren sie schon zu Seminaren in Wernigerode, in diesem Jahr führte Christel Troch und Bettina Werauski der Weg zum Vorbereitungskurs nach Niederndodeleben. "Wir hatten 2006 zum ersten Mal vom Weltgebetstag bei der Lektorenausbildung mit Pfarrerin Felicitas Haupt gehört und uns dann dafür inte-ressiert", dachte Christel Troch an die Anfänge zurück. Inzwischen sind sie und ihre Mitstreiterinnen schon "alte Hasen" bei der Vorbereitung und Durchführung ihres Weltgebetstages.

So war auch diesmal der Gemeinderaum wieder ansprechend geschmückt und der Gottesdienst passend zum allgemeinen Programmheft gestaltet. Während des Verlaufs schlüpften die Frauen auch immer wieder in Kostüme, um das Gesagte zu untermalen.

Und mehr noch: Zum Weltgebetstags-Programm gehört auch immer ein Kochbuch, in dem typische Rezepte des jeweiligen Landes - nach Südafrika, Paraguay, Guyana, Papua-Guinea, Kamerun und Chile folgte nun Malaysia - vorgestellt werden. Bei der Vorbereitung in Niederndodeleben waren Christel Troch und Bettina Werauski schon vom Geschmack einiger dort gekochten Gerichte begeistert. Und so ließen sie sich gern gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen zum Nachkochen anregen. Sie verwöhnten die Gäste nicht nur mit Weltgebetstagskeksen und vielen Südfrüchten, sondern auch mit Fleisch in Kokosmilch, malaysischem Hähnchencurry und Gemüse in Kokosmilch sowie einer leckeren Krem aus Quark, Bananen, Sahne und Kokosmilch.