Auch in diesem Jahr wurden die zahlreichen Besucher der Rassegeflügelschau in Hamersleben mit einem lauten Gacker- und Schnatterkonzert empfangen, denn bei 350 ausgestellten Tieren gelang es nur selten, den Geräuschpegel möglichst niedrig zu halten.

Hamersleben. Das störte die Züchter des Geflügelvereines Hamersleben und Umgebung jedoch wenig, denn zum einen ist es ganz normal, dass die Tiere sich bemerkbar machten und zum anderen präsentierten die Züchter zum jährlichen Höhepunkt des Vereinslebens gern ihre schönsten und besten Exemplare.

"Eine Menge schöner und hochwertiger Tiere zu sehen"

Weiterhin zu sehen waren auch 40 Kaninchen verschiedener Rassen, denn die Kaninchenzüchter aus Wackersleben schlossen sich auch in diesem Jahr wieder ihren Zuchtfreunden aus Hamersleben an.

Erstmals gab es neben der Kingtaubenwerbeschau innerhalb des Vereines auch eine Werbeschau der Deutschen Schautauben des Sondervereines aus Halberstadt zu bestaunen, so dass die Hamersleber Mehrzweckhalle bis auf den letzten Platz mit vielfältigen Rassen an Federvieh gefüllt war. "Hier gibt es wirklich eine Menge schöner und hochwertiger Tiere zu sehen", lobte Peter Melichar in seiner Funktion als Kreisvorsitzender und verwies auf viel Arbeit, viele Vorbereitungen und vor allem auf die Unterstützung von Sponsoren, die letztendlich diese Ausstellung möglich machten.

Ebenso ließen es sich auch Mitglieder des Stammtisches der Rassegeflügelzüchter des Bördekreises, des Sonderzuchtvereines Halberstadt, Vereinsmitglieder weiterer Geflügelvereine sowie ortsansässiger Hamersleber Vereine und der Bürgermeister der Gemeinde Am Großen Bruch, Dietmar Hobohm, nicht nehmen, an der Eröffnung der Schau durch Zuchtfreund Reinhard Beck teilzunehmen. "Wir sind froh, dass uns die Ausstellung in diesem Rahmen gelungen ist", teilte Reinhard Beck weiter mit, verwies jedoch auf fehlenden Nachwuchs im Kreise der Züchter. Gern hätten die Mitglieder den ein oder anderen jungen Geflügelfreund in ihren Reihen begrüßt.

Positiv werteten die Züchter die gute Zusammenarbeit des Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter mit dem Wissenschaftlichen Geflügelhof und die damit verbundene Zusage der Regierung, die sehr straffen Bedingungen für Ausstellungen auch in den nächsten Jahren deutlich zu lockern.

Insbesondere hatten die Mitglieder durch die Anordnung der Stallpflicht in vergangener Zeit mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen.

Neben den monatlichen Mitgliederversammlungen pflegen die Züchter aus Hamersleben ihr Vereinsleben mit Stallbegehungen und Austauschgesprächen untereinander, beteiligen sich am kulturellen Geschehen im Ort und schätzen dabei auch die Unterstützung der Züchterfrauen, die sich im Laufe der Jahre unentbehrlich gemacht haben.