Ein Motorrad hat den anderen Fahrzeugen zum 4. Treffen der Hassel- felder Oldtimerfreunde am Köhlermuseum die Schau gestohlen. Die "Ardie" kam schon Jahre vor einem Dixi-Pkw und einem Opel auf die Straße.

Hasselfelde l Ein Verein seien sie nicht, aber sehr engagiert. Mit diesen Worten beschreibt Karl-Heinz Ziesenhenne als Chef der Oldtimerfreunde Hasselfelde die Organisatoren des vierten Treffens am Köhlermuseum. "Wir verstehen uns als Interessengemeinschaft, die sich um alte Fahrzeuge verschiedener Art und jeden Alters kümmert."

Bis zum Mittag hat er fast 500 Besucher gezählt, ohne die rund 150 Fahrzeugbesitzer von Mopeds aus DDR-Zeiten bis hin zu schweren Traktoren. "Um Letztere und die alte Landtechnik kümmern sich vor allem die Mitglieder vom Osterfeuerverein", beschreibt Ziesenhenne die Kooperation.

Ein funkelndes Motorrad mit messingfarbener Hupe zieht besonders viele Blicke auf sich. Die "Ardie", Baujahr 1926, ist das älteste Stück auf dem Platz. Damit schlägt sie locker den gelben "Dixi", der erst zwei Jahre später entstand, und den schwarzen Opel von 1934.

Es gibt viel zu entdecken, vor allem für Männer. "So einen hatten wir auch", erinnert sich ein älteres Ehepaar beim Anblick eines 500-er Trabant-Kombis. Er sei auch als "Kugel-Porsche" bezeichnet worden. "Er hat uns lange treue Dienste geleistet", sagen sie, ohne ihren Namen zu verraten.

"Ein dickes Lob gilt den vielen Helfern und Partnern, ohne die eine solche Aktion nicht möglich wäre", ist Ziesenhenne wichtig. Besonders hebt er den Einsatz der Partnerinnen der zwölf Mitstreiter hervor, die nicht zum ersten Mal die Parkgebühren bei den Besuchern abkassiert haben.