Hasselfelde. Ein leeres Haus in der Mönchestraße brannte gestern früh völlig aus. Ein Feuerwehrmann wurde leicht an der Hand verletzt, der Sachschaden ist enorm: Rund 300 000 Euro, wie Polizeisprecher des Harzer Reviers, Polizeihauptkommissar Uwe Becker, mitteilte. Gegen 2 Uhr waren sechs Feuerwehren der Region alarmiert worden. Neben Hasselfeldes Wehr rückten Teams von Benneckenstein, Trautenstein, Stiege, Elbingerode, Blankenburg, der Feuerwehrtechnischen Zentrale und des Rettungsdienstes an - über 80 Leute mit 15 Fahrzeugen, zwei mit Drehleitern.

Das Haus stand jedoch schon in hellen Flammen, als die Feuerwehr eintraf. Noch bis 11.30 Uhr mussten das Feuer bekämpft und angrenzende Gebäude geschützt werden.

Das betroffene Gebäude ist der einstige Kindergarten Hasselfeldes und deshalb vielen Einwohnern gut bekannt. Das Haus war gerade an einen Investor aus Quedlinburg verkauft, der altersgerechte Wohnungen einbauen lässt.

Bei der Suche nach der Ursache des Großfeuers wird Brandstiftung nicht ausgeschlossen, so die Polizei gestern Mittag. Man habe Spuren von Brandbeschleunigern gefunden. Erst letzte Woche hatte es einen Ofenbrand in Hasselfelde gegeben (wir berichteten). Und bei den Ermittlungen zum Brand in der Hochzeitsnacht im Juli hat sich der Verdacht auf Brandstiftung inzwischen bestätigt. Ermittlungen laufen.

 

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