Der Radwanderweg R 1 wird zwischen Benzingerode und Heimburg für 110 000 Euro erneuert. In diesem Bereich ist die beliebte Strecke besonders zerschlissen. Bis zur 800-Jahr-Feier Benzingerodes sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Wernigerode/Benzingerode l Wer auf dem Radwanderweg R 1 von Wernigerode nach Heimburg fährt, wird unfreiwillig durchgeschüttelt. Tiefe Schlaglöcher, breite Furchen - vor allem die Strecke ab Benzingerode befindet sich in einem desolaten Zustand. "Der Abschnitt war früher asphaltiert", sagt Dagmar Tietz vom Wernigeröder Bauamt.

Im Laufe der Jahre habe aber der Zahn der Zeit an der Straßendecke genagt. Hinzu komme, dass der Weg auch von landwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt wird. "Inzwischen ist die Asphaltdecke völlig zerschlissen, an viele Stellen gar nicht mehr vorhanden, so dass der Unterbau frei liegt."

Für Radfahrer und Wanderer ist das eine Zumutung. Aber nicht mehr lange. Der Weg wird derzeit auf einer Länge von 900 Metern saniert. "Wir haben vor 14 Tagen begonnen, bis Ende August sollen die Arbeiten abgeschlossen sein, so dass zur 800-Jahr-Feier von Benzingerode alles schön ist", informiert Dagmar Tietz. Auch in Zukunft soll der Pfad von Traktoren, Erntefahrzeugen und Ähnlichem befahren werden. "Eine alternative Route für diesen Verkehr gibt es nicht, es müsste in dem Bereich ein komplett neuer Landwirtschaftsweg angelegt werden", so die Bauexpertin. Und das sei nicht vorgesehen.

Um die Verkehrssicherheit aller Nutzer zu gewährleisten, wird der Abschnitt auf eine Breite von drei Metern plus einem jeweils 50 Zentimeter breiten Schotterstreifen ausgebaut. Der Weg erhält einen neuen Unterbau und eine Asphaltdecke.

"Die Installation eines Entwässerungskanals ist nicht notwendig", erklärt die Bauamtsmitarbeiterin. Regen- und Schmelzwasser soll über die geneigten Schotterstreifen abgeleitet werden.

Die Kosten für den Ausbau des 900 Meter langen Abschnitts belaufen sich auf ungefähr 110 000 Euro. 75 Prozent davon werden vom Landesamt für Landwirtschaft- und Flurneuordnung gefördert. Den Rest übernimmt die Wernige-röder Stadtverwaltung.