Im Kloster Drübeck fand kürzlich der für 2010 letzte literarisch-musikalische "Grüne Salon" statt. Mitglieder des Freundeskreises hatten dazu eingeladen, im Garten eine Rose zum Gedenken an Brunhilde Langelüddecke zu pflanzen.

Drübeck. Einen solchen emotionalen Moment hat es im Zusammenhang mit der beliebten Veranstaltungsreihe "Grüner Salon" im Kloster Drübeck wohl noch nie gegeben. Die Veranstaltung aus den letzten Oktobertagen stand keineswegs zufällig ganz im "Zeichen der Rose". Es war eine der Lieblingsblumen der langjährigen Leiterin des Evangelischen Zentrums des Klosters Drübeck, Brunhilde Langelüddecke. Sie war ihrer schweren Krankheit erlegen und hatte der Institution maßgeblich ihr heutiges Gepräge gegeben. "Es war ein feierlicher, aber auch besonders trauriger Moment für viele, die sie kannten, schreibt Sidney Gromnica rückblickend. Und sie meint die Rosenpflanzung im Äbtissinnengarten durch die langjährigen Weggefährtinnen Gabi Schmidt und Renate Eitz. Extra wegen dieser Pflanzung war die Veranstaltung auf den Nachmittag vorverlegt worden.

Vortrag zur Geschichte ihrer Lieblingsblume

In dieser Stimmung wurde von Sidney Gromnica ein interessanter und informativer Vortrag zur Geschichte und Symbolik der Rose dargeboten. Anschließend entführten mehrere zum Thema passende Gedichte die Zuhörer in die eindrucksvolle und zudem elegische Welt der Rosen. Dass diese poetische Stimmung noch verstärkt wurde, war insbesondere Klara von Querenberg zu verdanken, einer Künstlerin, die sich der mittelalterlichen Musik verschrieben hat. Pfarrer i. R. Matthias Schmidt lud im Anschluss zu anregenden Gesprächen ein – ei Rosenbowle.