Stolz präsentiert der neue Vereinsvorsitzende Bernd Kühn vom FSV Grün-Weiß Ilsenburg, was seine Mitglieder in den letzten Wochen geleistet haben. Bis 2012 soll am Sportplatz Eichholz auch ein ansprechendes Vereinsheim geschaffen sein. Und das hat mit dem jetzigen bestenfalls den Standort gemein.

Ilsenburg. Dass an der Sportanlage seit Wochen nicht nur gekleckert, sondern geklotzt wird, ist nicht neu. Der in die Jahre gekommene und traditionsreiche Sportplatz ist schon jetzt kaum noch wieder zu erkennen. Von der einstigen Tribüne mit den Bänken ist ebenso wenig übrig geblieben, wie von den acht Pappeln dahinter. Letztere dürften in Ilsenburger Kaminen noch lange für warme Stuben sorgen.

Doch längst nicht alle Arbeiten sind von der Stadt finanziert. Rund um das mehr oder weniger zugewachsene Vereinsheim wurden in den letzten Wochen Bäume und Büsche entfernt und zwar ausschließlich ehrenamtlich. Die Mitglieder des FSV Grün-Weiß hatten sich dabei "mächtig ins Zeug gelegt", meint ein zufriedener 1. Vorsitzender Bernd Kühn. Ähnliches trifft auch auf den Innenausbau des zukünftigen Vereinsraumes zu. Hier wurden die alten Fußböden samt Belegen entfernt. Bis zum Frühjahr 2011 will man eine Anlage geschaffen haben, die den heutigen Ansprüchen gerecht wird. Dazu gehören, neben einem separaten Geschäftszimmer, auch verbesserte Sanitäranlagen. In dem Flachbau gab es bis vor einigen Monaten noch zwei Wohnungen, die in die Sanierung und künftige Umnutzung mit einbezogen werden können.

"Hoffen, dass Pappeln 2011 gefällt werden"

Der Ilsenburger Verein zählt momentan 230 Mitglieder. "Wir wollen diese Zahl während der nächsten Jahre noch ausbauen, vielleicht sogar bis auf 300", so Bernd Kühn. Das sei sicherlich schwierig. Aber man wolle unter anderem auch versuchen, passive Mitglieder wieder zu reaktivieren.

Jetzt in der bevorstehenden Wintersaison trainieren seine Sportler auf dem Platz II des Eichholzes. "Wir hoffen, dass auch die dortigen Pappeln 2011 gefällt werden. Das sei genau so dringend". Im übrigen seien diese Arbeiten mit fast 50 Pappeln deutlich umfangreicher als die bereits erledigten Fällarbeiten. Kühn: "Bis wir hier eine vernünftige Sportanlage haben, wird es noch jahrelang kostenintensiv bleiben". 100 000 Euro waren es 2010.

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