Blankenburg. Der Gospelchor des Gymnasiums "Am Thie" (GAT) unter Leitung von Ortrud Baldovski, die Band "Markenzeichen", die von der Kreismusikschule geförderte und dort unterrichtete Dixilandband sowie die Theatergruppe des GAT unter Leitung von Deutsch- und Kunstlehrerin Sabine Probst hatten Ende September zu einer Benefizveranstaltung eingeladen. Die Idee stammte vom Schülerrat, der die Gala auch vorbereitete. Die Schülerfirma übernahm die Imbiss- und Getränkeversorgung. Ihr Reingewinn und eine Spendensammlung am Schluss der Veranstaltung waren für die pakistanischen Flutopfer gedacht. Beides zusammen ergab schließlich 977 Euro. Gerundet auf 1000 Euro wurde diese Spende nun am Dienstag während der ersten großen Schulpause an Renate Reichelt von der "Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe" (DAHW) übergeben.

Dieser eingetragene Hilfsverein besteht seit dem Jahr 1957 und wurde damals als "Deutsches Aussätzigen-Hilfswerk" ins Leben gerufen. Daher stammt das heute noch verwendete Kürzel im Vereinslogo. Seitdem leistet das DAHW – unabhängig von politischen oder konfessionellen Überzeugungen – nachhaltige Hilfe für kranke und ausgegrenzte Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern. Anfangs stand allein die Behandlung von Leprakranken im Mittelpunkt, heute wird auch die verstärkt wieder auftretende Tuberkulose mit einbezogen.

Bevor Andreas Siemann als stellvertretender Schulleiter sowie Schülersprecherin Anne Schilling den symbolischen Spendenscheck im Beisein aller Gymnasiasten überreichten, spielte noch die Dixilandband unter Leitung von Thomas Baldovski kurz auf.

300 Projekte weltweit

Renate Reichelt bedankte sich ganz herzlich und sprach anschließend kurz über die Entstehung des Vereins mit Sitz in Würzburg sowie dessen einstige und heutige Aufgabenbereiche.

DAHW unterhält demnach heute etwa 300 Projekte in 30 Ländern der Erde. Seit einem halben Jahrhundert ist es auch in Pakistan aktiv. Hauptsächlich unterstützt sie dort den von Dr. Ruth Pfau geleiteten medizinischen Bereich, wofür das Spendengeld auch vorgesehen ist. Es gebe dort schnelle und unbürokratische Hilfe, weil deutsche Partner sowie eine funktionierende Infrastruktur bestünden, betonte die DAHW-Mitarbeiterin.