Die jüngste Ausstellung in Veckenstedts "Bauernstube" stand ganz im Zeichen eines beachtlichen Jubiläums. Gibt es doch den Verein der ortsansässigen Geflügelzüchter bereits seit 1925. Die Suche nach der erfolgreichsten Züchtung entschied der 25-jährige Gunnar Twellmann für sich. Dessen Hochbrutflugente versetzte die Wertungsrichter noch vor dem Wochenende gleich reihenweise in Entzücken.

Veckenstedt. Zum unbestrittenen "Star des Wochenendes" wurde in Veckenstedt eine Hochbrutflugente, wildfarbig/gescheckt. Sie war von vornherein favorisiert ins Rennen gegangen und bekam insofern folgerichtig das Prädikat "Vorzüglich". Doch ohne das Können ihres Züchters Gunnar Twellmann hätte sie es wohl kaum so weit gebracht. Und dieser beschäftigt sich mit der Zucht nach eigenem Bekunden bereits so lange, wie er denken kann. Sein Vater hatte es vorgemacht. Den Pokal in der Hand haltend, meint er: "Dass es so gut laufen würde, wusste ich freilich nicht. Aber klar: ein paar ,Granaten‘ hatte ich schon dabei".

Das haben die Richter offenbar postwendend erkannt. Sie waren von den Farben dieses Erpels ebenso überzeugt, wie von dessen Stand, inklusive Schnabellänge. Von der gewollt typischen Bootsform ganz zu schweigen. Dass "Twellmanns Bester" irgendwann mal in der Pfanne landet, gilt übrigens als eher unwahrscheinlich. In zwei Jahren wolle er seinem Pracht-Erpel sagen: "Hier hast du zwei Enten. Mach was du willst und werde glücklich den Rest deiner Tage". Das Züchten sei zwar zeitaufwändig, aber trotzdem ein hervorragender Ausgleich für den stressigen Alltag: "Wenn man nach Hause kommt und die Enten sieht, wie sie aufs Wasser gehen, das ist die beste Beruhigung".

Insgesamt waren die Organisatoren vom gastgebenden Veckenstedter Geflügelzuchtverein auch im 85. Jahr seines Bestehens mit dem Ablauf der Schau und den gezeigten Zuchtergebnissen zufrieden.