Der Volksstimme-Artikel über das schwere Schicksal von Adrian hat viele Leserinnen und Leser berührt. Insgesamt sind schon 3800 Euro für die Heilung des rheumakranken Jungen gespendet worden. Und das scheint erst der Anfang zu sein. Ein Ensemble aus Blankenburg möchte ein Benefizkonzert geben, eine Wernigeröder Firma den Erlös ihrer Weihnachtsveranstaltung spenden.

Wernigerode. Ein großes Dankeschön richten Familie König und Dr. Jürgen Beese an alle hilfsbereiten Volksstimme-Leser, die für den kranken Adrian gespendet haben. Der Junge aus Rumänien leidet seit seinem neunten Lebensjahr an schwerem Rheuma und ist bislang an den Rollstuhl gefesselt gewesen (wir berichteten).

In Rumänien konnte Adrian nicht geheilt werden, also holten Ana König und ihr Mann Steffen den 14-Jährigen kurzerhand nach Wernigerode und ließen ihn von Jürgen Beese untersuchen. Der Arzt attestierte: Adrian kann gesund werden. Seit Sommer ist Adrian nun in Behandlung eines Rheuma-Spezialisten in Bremen. Doch das Geld wurde knapp.

Nach dem Volksstimme-Bericht über das ergreifende Schicksal des Jungen meldeten sich 76 Spender. Insgesamt sind 3800 Euro zusammengekommen. "Mit solch großer Resonanz haben wir nicht gerechnet. Wir freuen uns wirklich sehr", sagt Ana König. Mit dem Geld konnte der ausstehende Anteil der dritten und auch die vierte Rechnung bezahlt werden. Ein Hoffnungsschimmer für alle Beteiligten, da Adrian bis zu zwölf Behandlungen benötigt.

Zum Glück scheint die Hilfsbereitschaft der Harzer ungebrochen zu sein. Zum Beispiel hat sich Thomas Baldovski am Lesertelefon der Volksstimme gemeldet. Auch er ist der Meinung: "Dem Jungen muss geholfen werden." Er ist Mitglied der Blankenburger Spinnesänger, und diese wollen für Adrian ein Benefizkonzert geben.

Eine ähnliche Idee hatte Karl-Heinz Gerdes, Leiter des Mercedes-Centers in Wernigerode. "Der Artikel in der Volksstimme hat mich so gerührt. Ich musste einfach etwas unternehmen." Deswegen findet das diesjährige Weihnachtskonzert des Autohauses gemeinsam mit dem Wernigeröder Kammerchor am 4. Dezember unter dem Motto "Helfen Sie uns helfen" statt. Der Erlös der Veranstaltung soll dann auf Adrians Spendenkonto fließen. "Unser Ziel ist es, mindestens 3000 Euro, also das Geld für eine Behandlung, zu sammeln", so Gerdes. Eintrittskarten dafür sind in der Touristinformation erhältlich.

Die Wernigeröder Freunde von Adrian freuen sich über so viel Unterstützung. Bei seinem letzten Krankenhausaufenthalt Anfang November musste der Junge eine Hiobsbotschaft verkraften. Wegen der schweren Deformierung seiner Gelenke im linken Bein benötigt Adrian eine Spezialschiene, die rund 1500 Euro kostet. Sie soll das Bein begradigen und gleichzeitig die Bänder dehnen.

Trotzdem bleibt Steffen König, der gemeinsam mit seiner Frau im Wernigeröder Kammerorchester Geige spielt, optimistisch. Ihr größter Wunsch: "Adrian soll wieder normal und vor allem schmerzfrei laufen können."