Weihnachts(markt)freuden gab es an diesem zweiten Adventswochenende vielfach in der Stadt Oberharz. In vier Orten lockten insgesamt sechs spezielle Feste, und jedes hatte etwas Eigenes zu bieten. Gestern musste wegen Schneetreibens jedoch einiges abgesagt werden. Hier gute und weniger gute Eindrücke als Momentaufnahme.

Elbingerode/Benneckenstein/Hasselfelde/Stiege (jko/bfa). Nach diesem zweiten Advent dürfte auch der letzte Einwohner oder Gast der Oberharzstadt nicht mehr übersehen, dass Weihnachten vor der Tür steht. So viele vorweihnachtliche Angebote wie selten gab‘s an diesen zwei Tagen, wobei gestern wegen des Schneetreibens einiges, in Elbingerode sogar ein Highlight abgesagt werden musste.

In Stiege begann nach einer Andacht in der Kirche ein kleiner aber feiner Markt, wie Besucher sagten, vor dem Schloss-eingang und im Schloss.

Lobenswerte Besonderheiten: die Bläsergruppe, ein Schlosscafé mit Laden.

Negatives: Der Parkplatz war nicht beräumt, was Auswärtigen oder Gehbeinderten einen Besuch erschwerte.

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In Hasselfelde wurde an beiden Tagen traditionell, aber mit besonders vielen Angeboten gefeiert. Die weihnachtlichen "Langzeitmärkte" an der Harzköhlerei und in der Westernstadt mitgerechnet, hatte Hasselfelde an diesem Wochenende allein drei Märkte der Stadt Oberharz zu bieten.

Lobenswerte Besonderheiten: die Vielfalt der Angebote, Schwein am Spieß, Chorkonzert und ein erstmals vier Meter langer Haselnussstollen von Bäckermeister Matthias Rieche, dazu - auch erstmals - eine echte Mini-Dampflok zum Mitfahren von Stefan Koch aus Sollstedt.

Negatives: Der Stollenanschnitt zu Anfang des Marktes verpufft etwas, weil meist noch nicht viele Gäste da sind. Anschnitt sollte lieber etwas später, zur Kaffeezeit stattfinden.

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In Benneckenstein wurde stimmungsvoll auf dem Gedenkplatz für Boxlegende und Ehrenbürger Max Schmeling gefeiert. Etwas kleiner als früher, aber feiner, wie es hieß. Lobenswerte Besonderheiten: Geschäfte im Zentrum hatten auf, Schulkinder boten ein schönes Programm und präsentierten es am Sonnabend mit den Lehrerinnen Sabine Schön und Christine Ranke, der Platz für den Weihnachtsmarkt erweise sich einmal mehr als optimal, hieß es.

Negativ: Die Technik versagte, so dass das schöne Programm der Kinder kaum hörbar war. So ähnlich war es den Kindern schon im Advent vor einem Jahr ergangen.

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Elbingerode lockte von Sonnabend Mittag an mit dem Grünkohlessen die Massen an und blieb ein Magnet - aber nur Sonnabend. Gestern versank das Fest beinahe im Schnee. Sänger Frank Faber konnte von Braunlage gar nicht erst anreisen, und die Rappelkisten-Kinder verlegten ihr Programm in die Kirche.

Lobenswerte Besonderheiten: Vielseitiges Programm mit Konzerthöhepunkten, Kino, lebenden Eseln, Pferdekutsche, Extralob fürs Durchhalten gestern im Schnee. Klaus Fischer etwa holte und spielte sein Akkordeon und sorgte trotz Schnees für Atmosphäre.

Nächste Weihnachtsmärkte sind am dritten Advent in Königshütte und Altenbrak.

   

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