Wernigerode ( ru ). Die Diskussion " Gelbe Tonne oder Gelber Sack ?" hält an. Bei der TED-Umfrage der Volksstimme in der Vorwoche sind 181 Anrufe pro Gelber Sack registriert worden, 174 für die Einführung der Gelben Tonne.

Unser Leser Albert Alten aus Wernigerode wirft in seiner Reaktion noch eine dritte Möglichkeit ein : " Der Gelbe Sack oder die Gelbe Tonne gehören zu den überholten Methoden der Müllsammlung. Sie könnten langfristig überflüssig sein, wenn, wie in anderen Städten auch, aufwendige und moderne Sortiermaschinen vom Müllentsorger angeschafft würden. "

Leider wurde darüber noch nicht in den Gremien diskutiert, und zu bedauern ist auch, dass der hiesige Müllentsorger eine Monopolstellung hat und fast allein bestimmen kann, mit welcher Art von Müllentsorgung er den größten Profit erwirtschaftet.

Die Wiederverwertungsquoten, die vom Dualen System ( dem grünen Punkt ) erreicht werden müssen, sind mehreren Studien zufolge seit langem kostengünstiger, auch ohne eine vorherige Trennung durch die Haushalte, zu erreichen. Voraussetzung hierzu ist allerdings eine sogenannte trockene Sammlung dieser Abfälle, also ohne eine Vermengung mit Grünschnitt und Essensresten.

Auf jeden Fall sollten die Müllgebühren, ob nun mit oder ohne Gelbe Tonne, für die privaten Haushalte in absehbarer Zeit nicht steigen. Denn je teurer diese Gebühren sind, desto weiter sinkt die Bereitschaft, überhaupt noch Müll zu trennen. "