Bunte Strick- und Häkelwaren fertigt ein Kreis handarbeitsbegeisterter Frauen in Hasselfelde. Mit ihren Arbeiten helfen sie bedürftigen Kindern in Rumänien und Afrika, aber auch im eigenen Land.

Hasselfelde. Das eigene Hobby pflegen und gleichzeitig anderen damit helfen – für die vier Damen vom Handarbeitskreis der Volkssolidarität in Hasselfelde ist das eine ideale Kombination.

In lockerer Runde treffen sich Heidi Dinter, Sieglinde Kallmeyer, Waltraud Heydecke und Elvira Höhne, um aus bunten Garnen Strick- und Häkelarbeiten anzufertigen und sich über neue Ideen auszutauschen. Auch zwischendurch sind die handarbeitenden Damen fleißig und produzieren eifrig Pullover, Schals, Mützen, Hausschuhe und vieles mehr. All das dient einem guten Zweck. Die warmen Bekleidungsstücke sind nämlich für bedürftige Kinder gedacht und erreichen Empfänger in Rumänien wie in Afrika.

"Wir arbeiten eng mit der Rumänien-Hilfe von Jenny Rasche aus Stapelburg zusammen", erläutertet Ingeborg Weidling, die Vorsitzende der Ortsgruppe Hasselfelde der Volkssolidarität. Auch zum Diakonissen-Mutterhaus bestehen gute Kontakte. Die Hasselfelderinnen unterstützen mit ihren Arbeiten bedürftige Kinder in Afrika über das Kenia-Projekt der Elbingeröder Einrichtung. Denn auch in Afrika könne es entgegen landläufiger Meinung gelegentlich kühl sein, und warme Sachen würden gebraucht, weiß Ingeborg Weidlich zu berichten.

Doch nicht nur in fernen Ländern gebe es Not und Mangel, sondern oft auch in der eigenen unmittelbaren Umgebung hat die Vorsitzende der Volkssolidarität erfahren müssen. Deshalb unterstützen sie und ihre Mitstreiterinnen aus Hasselfelde auch den Förderverein der Sine-Cura-Schule in Quedlinburg, einer Einrichtung für Schülerinnen und Schüler mit geistigen Behinderungen.

Geplant sei, die wärmenden Wollsachen zukünftig auch auf einem Basar des Schulfördervereins anzubieten, berichtet Ingeborg Weidling.

Seit rund vier Jahren pflegen die eifrigen Damen gemeinsam ihr Hobby und "produzieren" nach eigenen Aussagen "so zwischen 100 und 200 Pullover im Jahr, dazu etwa 500 Paar Strümpfe und Hausschuhe sowie Mützen".

"Und ich hole kaltes Wasser, wenn die Stricknadeln mal wieder heißlaufen", kommentiert Ehemann Wolfgang Höhne scherzhaft den Fleiß seiner Ehefrau und der gesamten Handarbeitsrunde.