Ein überwiegend positives Jahresfazit hat Wernigerodes Oberbürgermeister gezogen. Viele Projekte seien angeschoben worden - "selbst solche, die wir schon fast abgeschrieben hatten".

Wernigerode l "Unsere Stadt ist wieder schöner geworden. Gebäude, die wir schon fast abgeschrieben hatten, erstrahlen in neuem Glanz." Mit diesem Fazit blickt Wernigerodes Oberbürgermeister Peter Gaffert auf das (fast) vergangene Jahr zurück. Besonders die Fortschritte rund um das Rathaus hebt Gaffert hervor. "Klintgasse und Oberpfarrkirchhof sind kaum wiederzuerkennen."

Für das "überwiegend gute Jahr" sei nicht allein die Stadtverwaltung verantwortlich. Ein Dank gebüre auch den Wohnungsgesellschaften, die im Harzblick, Stadtfeld, der Burgbreite und entlang der Ilsenburger Straße mehrere Wohnprojekte umsetzten und die Quartiere aufwerteten. Mit Investitionen der Kreisverwaltung seien die Sanierung der Turnhalle Bachstraße, der Umzug der Kreismusikschule in das neue Domizil am Bahnhof und der Abriss der leerstehenden Gorki-Schule realisiert worden.

Im Bereich Straßenbau habe die Sanierung der Friedrichstraße laut Gaffert große Bedeutung für die Wernigeröder gehabt. Hier werde im kommenden Jahr weitergearbeitet, während die Gustav-Petri-Straße bereits komplett erneuert ist.

Zudem sei von privater Seite viel Initiative gezeigt worden. Beispiele dafür seien das neue Fitnessstudio in der Schmatzfelder Chaussee auf dem ehemaligen Gelände der Gebäudewirtschaft und der Erweiterungsbau der Firma "Resch electronics" im Neustadter Ring.

In den vergangenen zehn Jahren seien 120 Millionen Euro aus dem Stadtsäckel in Infrastruktur und Bildung investiert worden - zehn Millionen Euro davon in diesem Jahr. "Wir hatten mit mehr gerechnet", ergänzt Gaffert wehmütig mit Blick auf das Großprojekt Schierke. Die unsichere Finanzierungslage und der deshalb verschobene Straßen- und Brückenbau habe das Projekt zurückgeworfen. "Umso erfreuter bin ich über den Förderbescheid des Landes." Jetzt könne - sobald der Schnee im Wernigeröder Ortsteil Schierke verschwunden sei - gebaut werden.

Neben allen Bauprojekten sei 2011 auch wirtschaftlich ein gutes Jahr gewesen. Bei 15500Jobs in Wernigerode sei die Arbeitslosenquote auf unter sechs Prozent gefallen. Diese Entwicklung soll mit der Fertigstellung des Industriegebiets "am smatvelde" 2012 weiter vorangetrieben werden.

Nicht zuletzt habe es im Bereich Kultur ein erfoglreiches Jahr gegeben. Von den insgesamt 1200 Veranstaltungen sei gut die Hälfte aus ehrenamtlichem Engagement entstanden. "Die Wernigeröder haben wieder einmal bewiesen, dass sie anpacken, helfen und mitgestalten können."

   

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