Mit einer ganz besonderen Aktion stimmten am Mittwoch Mädchen und Jungen der Prinzess-Ilse-Grundschule Ilsenburg auf das Weihnachtsfest ein. Sie verteilten in der Stadt das "Licht von Bethlehem".

Ilsenburg l Mit einem ganz besonderen Projekt bereiteten sich Mädchen und Jungen der vierten Klassen der Prinzess-Ilse-Grundschule auf das Weihnachtsfest vor. Gruppenübergreifend wurde sowohl im Ethik- als auch im evangelischen Religionsunterricht die nachhaltige Friedensbotschaft des Weihnachtsfestes vermittelt. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, dass - entgegen aktueller Werbesprüche - Weihnachten nicht unter dem Baum entschieden wird, sondern in den Herzen der Menschen, durch Dinge, die man füreinander unternimmt und anderen in Form eines Kerzenlichts Freude bringt.

Der Lehrplan in beiden Fächern sah vor, die Kinder mit "Lebenswissen" auszustatten. Und dies sollte nicht durch Bücher, sondern durch handlungsorien-tierte Unterrichtsinhalte und Erlebnisse erfolgen. "Die Schüler sollten erleben, wie andere denken, fühlen und reagieren, wenn wir auf sie zugehen", erklärte Annekatrin Wagner, die Ethik-Lehrerin der Grundschule.

Im Unterricht erfuhren die Kinder, wie das Licht von Bethlehem am dritten Advent mit dem Zug in rund 30 deutsche Städte gebracht wurde. In zentralen Aussendungsfeiern wurde es dann an die Menschen weitergegeben. So kam dieses Licht auch nach Blankenburg. Dort holten es Annekatrin Wagner und ihre Tochter Anne Merle in der St.-Josefs-Kirche von Blankenburger Pfadfindern ab und brachten es zum Ethik- und Religionsunterricht an die Prinzess-Ilse-Schule nach Ilsenburg.

Während der Schulstunden entwickelten die Kinder selbst viele Ideen, wie sie das Licht weitergeben könnten. Sie bastelten Sterne, die mit Teelichtern bestückt und in der Stadt verteilt wurden.

Nach dem Weihnachtssingen in der Marienkirche begannen die Schülerinnen und Schüler ihre Tour durch Ilsenburg. Beim Bürgermeister, in einer Arztpraxis, in der Volksbank, der Apotheke, in Hotels, beim Chronisten Werner Haberland und zum Schluss im Altenheim "Haus Abendsegen" gaben sie das Licht weiter. Fazit: "Das Weihnachtsfest werden sie nun nach getaner Arbeit mit ganz anderen Augen sehen."