Schnappschüsse sind etwas anderes. Fotos von Planeten und der Sonne, die der Hüttenröder Hans Schaarschmidt erstellt, sind das Ergebnis von jahrelanger Erfahrung, moderner Technik und viel Geduld.

Hüttenrode l Elisabeth Schaarschmidt hat sich in 54 Ehejahren an die Hobbys ihres Mannes gewöhnt. Selbst den Umbau des Dachbodens mit einer Terrasse ,extra für das moderne Teleskop, hat sie geduldig begleitet. "Seit über 40 Jahren halten mich die Sterne, Planeten und die Sonne jung", sagt der 74-jährige Hans Schaarschmidt. Angefangen hat alles mit Feldstecher und kleinen Teleskopen von Zeiss in Jena.

"Mit der Grenzöffnung gab es plötzlich alles", sagt der frühere Bergmann. Allein das Teleskop und die Filter hätten den Wert eines Mittelklassewagens, weiß er um sein teures Hobby. "Das Teleskop folgt per Motor der Geschwindigkeit der Erdbahn", erklärt er. Sonst würden auf Fotos die Sterne nur Striche sein. "Zwischen fünf und zehn Minuten braucht es für eine Aufnahme, wie die der Sonnen-Protuberanzen", sagt er. Wolken, Regen und Nebel stören dabei. Es stecke viel Erfahrung drin, wann es überhaupt sinnvoll sei. "Und trotzdem passiert viel Ausschuss." Deshalb sei viel Geduld gefragt.

Wenn er des Nachts allein in den Sternenhimmel blickt, kommt ihm etwas anderes in den Sinn: "Schade, dass es so wenig junge Leute gibt, die sich dafür interessieren." Sohn und Enkel wirbt er schon dafür.

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