Wernigerode/Reddeber/Silstedt (ru). Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt sind auf Rekordkurs. Gestern Vormittag waren sie zum 199. Einsatz gerufen worden. Im Vorjahr waren es insgesamt 184 Einsätze. Diese Marke ist längst übertroffen, und 2010 hat noch 19 Tage.

Begonnen hatte die Alarmierungsserie am Wochenende am Freitag um 12.32 Uhr. Einsatzort war die Abfallwirtschaft in Reddeber. Es handelte sich aber um einen Fehlalarm, ausgelöst durch Duftspray auf der Damen-Toilette, so die Feuerwehr. Am Abend gegen 20 Uhr halfen die Brandschützer bei der Beseitigung umgestürzter Bäume zwischen Wernigerode und Schierke. Um 2.32 Uhr am Sonnabend der gleiche Einsatz, daraufhin sperrte die Polizei die Landesstraße 100, die gestern gegen Mittag wieder freigegeben wurde.

Zu einem Wassereinbruch in der Oskar Kämmer Schule wurde die Feuerwehr dann am Sonnabend um 6.55 Uhr gerufen. Durch das Dach war Tauwasser ins Gebäude gedrungen. Gerade wieder im Gerätehaus angekommen, folgte um 8.38 Uhr der nächste Alarm: Im Ziegelbergsweg drohte ein alter Strommast umzukippen, drei Kabel waren bereits gerissen. Der morsche Holzmast wurde nur noch von einem Baum gehalten. Die Feuerwehr sicherte die Gefahrenstelle und erhielt von den Spezialisten der Stadtwerke Unterstützung.

Um 10.24 Uhr der fünfte Einsatz des Wochenendes, jedoch wieder Fehlalarm, diesmal bei der Lebenshilfe. Die Wernigeröder sowie vorsorglich angeforderten Silstedter Kameraden konnten unverrichteter Dinge die Heimfahrt antreten. Ruhe hatten beide Wehren bis 20.37 Uhr. Nun war ihre Hilfe bei einem Verkehrsunfall im Altstadtkreisel gefragt. Zwei Pkw waren im Tunnel zusammengestoßen, verletzt wurde niemand. Die Feuerwehrleute unterstützten den Abschleppdienst.

Die 199. Alarmierung am gestrigen Sonntag um 8.36 Uhr. Öl auf einem Parkplatz in der Kopernikusstraße hatte sich durch das Tauwetter auf die Fahrbahn ausgebreitet, fachmännisch wurde es gebunden und beseitigt.