Blankenburg l Wasser, Fette und Öle bilden die Grundlage für eine Seife, doch erst die Zusatzstoffe machen sie zu einer Besonderheit. Rund 20Damen aus der Region haben sich zum "Kreativen Samstag" im Kloster Michaelstein von Simone Schalk in die Kunst der Seifenproduktion einführen lassen.

"Mit etwas Geschick lassen sich sehr individuelle Seifen herstellen", erklärt die Referentin und verweist auf die verschiedenen Zutaten. Schon bei der Grundsubstanz gebe es deutliche Unterschiede.

"Während aus Distel-Öl sehr weiche Seifen entstehen, halten solche aus Jojoba-Öl fast ewig", erläutert Schalk einige der Geheimnisse. Für feste Ergebnisse sorge Kokosbutter, die zugleich Haut pflegend sei.

"Viele sind hier, weil sie gesundheitsbewusst leben und keine synthetischen Produkte verwenden wollen", informierte Kloster-Mitarbeiterin Sabine Volk. Gerade für solche Interessenten wäre die neue Reihe der "Kreativen Samstage" in Michaelstein eingeführt worden.

Doch zu lernen gibt es noch vieles mehr. Eine kleine Gabe gemahlenen Kaffees beispielsweise neutralisiere Gerüche - gut geeignet für die Küche. Mit anderen Hilfsstoffen könne eine unterschiedliche Färbung erreicht werden, setzt Sabine Schalk die Theorie fort, bevor es an den ersten Selbstversuch geht. "Safran und Curry erzeugen einen gelben Ton, Indigo färbt blau." Wichtig sei, dass die Anteile der Zutaten stimmen, was nichts anderes bedeute, als "ordentlich wiegen".

Manche möchten mit selbst gemachten Seifen die Verwandtschaft überraschen. Einige helfen sich und anderen, um Allergien zu bekämpfen und die Haut zu pflegen.