Wolmirstedt l Die Interessengemeinschaft Innenstadt hat ihren alten Vorstand wiedergewählt. Andreas Lücke hat den Vorsitz auch in den kommenden drei Jahren inne.

In der Interessengemeinschaft Innenstadt sind vor allem Einzelhändler organisiert, die in der Innenstadt ein Geschäft betreiben. Und diese Innenstadt macht den Einzelhändlern seit langer Zeit Sorgen. "Die leeren Geschäfte schaffen kein gutes Bild vom Boulevard", sagt Andreas Lücke.

Ines Gierlich mag sich mit dem jetzigen Zustand der Fußgängerzone ebenfalls gar nicht anfreunden und versteht die Leere auch nicht. "Der Boulevard ist so kuschlig", sagt die Inhaberin eines Brillenladens, "er bietet sich an für Cafés und kleine Geschäfte. Die Häuser sind hübsch hergerichtet, die Fußgängerzone ist schön gestaltet. Da müsste doch was zu machen sein!" Ines Gierlich würde andere Geschäfte nicht als Konkurrenz begreifen, sondern "mehr Geschäfte würden mehr bieten. Die Leute hätten mehr Lust, hier zu flanieren."

Die Interessengemeinschaft Innenstadt geht noch einen Schritt weiter. Die Mitglieder könnten sich vorstellen, dass die Stadt Existenzgründer, die ein Geschäft im Zentrum eröffnen wollen, unterstützt. Am liebsten möchte die Interessengemeinschaft Innenstadt gemeinsam mit Stadträten eine Kommission bilden, in der Ideen entstehen können und solange weiterentwickelt werden, bis sie Wirklichkeit sind.

"Ein großes Thema für die Innenstadt ist der demografische Wandel", sagt Andreas Lücke, "und da geht es nicht nur um die Geschäfte auf dem Boulevard, sondern auch darum, ob genug Ärzte vorhanden sind, die die zunehmend älteren Menschen behandeln können."

Heidrun Schulze warf ihren alten Traum in die Runde. "An jedem ersten Sonnabend Vormittag ein Biomarkt auf dem Boulevard - das wäre doch was!"

Das Thema Belebung der Innenstadt wird im Zuge des Stadtentwicklungskonzeptes eine große Rolle spielen. Soviel war aus dem Rathaus bereits zu erfahren.