Die Arbeiten am Colbitzer Teilabschnitt der Autobahn A14 gehen voran. Am Mittwoch gab Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) den Startschuss für den Bau der Fahrbahn.

Colbitz l Ab Ende 2014 sollen auf dem 5,65 Kilometer langen Teilstück bei Colbitz die Autos rollen. Verkehrsminister Thomas Webel zeigte sich optimistisch, dass dieser Termin gehalten wird, auch wenn der Fahrbahnbau wegen des langen Winters mit vierwöchiger Verspätung begonnen hat. Diesen Optimismus teilen auch die Fachleute.

"Von den sechs Brückenbauwerken in diesem Abschnitt ist eine bereits fertig, eine weitere fast fertig und auch die anderen liegen im Zeitplan", unterstrich Uwe Langkammer, Chef der Landesstraßenbaubehörde.

"Colbitzer wünschen sich die Fertigstellung möglichst gestern."

Ende Oktober dieses Jahres soll die Bundesstraße 189 zurückverlegt werden, die wegen des Baus der Autobahnbrücke verschwenkt und an der Baustelle vorbeigeführt wurde. Im November soll auch die neue Kreisstraße 1174 Colbitz-Angern fertig sein, die am künftigen Kreisel ebenso wie die B189 und die Heidestraße andockt.

Der Verkehrsminister wies erneut auf den erheblichen Aufwand beim Autobahnbau für Umwelt-, Naturschutz- und Ausgleichsmaßnahmen hin, der dieser Autobahn schon den Beinamen "grünste Autobahn Deutschlands" eingebracht hat. "Dafür werden rund 25 Prozent der Gesamtbausumme ausgegeben", betonte Webel. Er ging auch auf die Kosten ein, die die Klagen gegen den Bau der Autobahn verursachen. "Der dadurch verursachte Zeitverzug macht die Autobahn jährlich um 26 Millionen Euro teurer. Dafür könnte man zusätzlich 26 Kilometer Lärmschutzwände bauen", rechnete Webel vor. Er gehe trotz der Klagen gegen die beiden Abschnitte nördlich von Colbitz davon aus, dass der Verkehr ab 2020 über die A14 rollen wird.

"Die Colbitzer wünschen sich die Fertigstellung der Autobahn A14 möglichst schon gestern. Organisationen, die den Autobahnbau regelrecht torpedieren, sollte man nicht noch staatlich fördern", forderte der Colbitzer Bürgermeister Heinz Kühnel (parteilos). Auch er ging auf die Aufwendungen für den Umwelt- und Naturschutz ein. "Ich finde eine 30 Meter breite Brücke für Fledermäuse als deutlich überzogen", kritisierte Heinz Kühnel.