Die Neuenhofer Kita-Erzieherinnen haben sich noch einmal auf die Schulbank gesetzt. Im sogenannten 100-Stunden-Programm machten sie sich von Oktober bis April mit den Grundlagen des Programmes "Bildung elementar" vertraut.

Neuenhofe l Die Träger der Tageseinrichtungen gestalten die Umsetzung des Erziehungs- und Bildungsauftrages in eigener Verantwortung. Verbindliche Grundlage ist das Bildungsprogramm "Bildung elementar - Bildung von Anfang an\'". So steht es im neuen Kinderförderungsgesetz, das am 1. August dieses Jahres in Kraft tritt.

"Im 100-Stunden-Programm haben wir uns intensiv damit auseinandergesetzt", berichtete die Neuenhofer Kita-Leiterin Carola Hoppe. Alle zwölf pädagogischen Mitarbeiterinnen der Kita "Heidewichtel" haben das Programm absolviert und erfolgreich abgeschlossen. "Die Zertifikate überreicht uns unser Referent Dr. Norbert Vollmer auf der Elternversammlung am 6. Juni", informierte Carola Hoppe.

Ziel ist mehr Selbstständigkeit

Auch die gesamte Kita hat das Zertifikat erhalten und ist damit zukunftsfähig. Kaum zu glauben, dass noch vor einigen Jahren einige Ratsmitglieder die Schließung der Einrichtung favorisierten. Doch die Gemeinde nahm viel Geld in die Hand, um die Kinderbetreuung im Ort zu sichern. So wurde das Obergeschoss komplett ausgebaut, eine Außentreppe als zweiter Fluchtweg errichtet.

"Inzwischen betreuen wir hier Kinder aus allen drei Ortsteilen der Gemeinde Westheide - Born, Neuenhofe und Hillersleben - aber auch aus We- dringen und Haldensleben", so die Kita-Leiterin. Wenn am 2. Mai Leo Homman erstmals in die Kita geht, werden bei den "Heidewichteln" insgesamt 100 Kinder in Krippe, Kindergarten und Hort betreut.

Das Programm "Bildung elementar" wird in der Einrichtung schrittweise umgesetzt. "Vor allem setzen wir auf große Transparenz sowie eine echte Erziehungspartnerschaft zwischen Elternhaus und Kita", betonte Carola Hoppe. Etwa alle zwei Wochen hängt ein neuer Elternbrief aus, der über die Aktivitäten und Projekte informiert.

"Erziehungsziel ist unter anderem, die Selbstständigkeit der Kinder mehr zu fördern. Sie sollen eigene Erfahrungen sammeln." Diesem Ziel dient auch die Kinderbaustelle, die auf dem Freigelände entstehen soll. "Dafür benötigen wir noch Material, wie Bretter oder Paletten, aber vor allen Dingen auch die Unterstützung der Eltern", so die Kita-Leiterin.

Auch die Gemeinde nimmt sich nicht zurück. So soll in diesem Jahr erneut in die Kita investiert werden. Geplant sind der Einbau eines Speisenaufzuges sowie die Fassadensanierung. "Dabei wird auch Rücksicht auf die schönen Stuckarbeiten genommen", freut sich Carola Hoppe, "an diesen Stellen wird innen gedämmt."