Hermsdorf l Für einen Witz hält Ortschaftsrat Martin Busch eine von ihm entdeckte neue Straßenlaterne vor der Arztpraxis an der Neuen Straße. "Erst einmal strahlt diese Laterne nach oben und zur Seite, nur nicht dahin, wohin sie strahlen soll. Das geht gar nicht. Und zweitens muss da etwas Vernünftiges drauf und nicht so ein merkwürdiger Mast mit Kugel oben drauf."

Die Lampe ist laut Ortsbürgermeister Dieter Dähnhardt eine erste vorgeschlagene Nachfolger-Variante für die sonst üblichen Doppelleuchten in Hermsdorf. Der Grund: Die alten Leuchten mit 70er-Jahre-Charme werden nicht mehr produziert. Nach und nach gehen die Lampen kaputt - auch durch Autofahrer, die die Laternenmasten an den stark befahrenen Straße des Dorfes rund um den Elbepark regelmäßig lädieren.

Nachanfertigungen für die alten Leuchtkörper sind aufgrund der eingestellten Serienproduktion zu teuer.

Deshalb will die Ortschaft die Laternen nun Schritt für Schritt durch andere Laternen ersetzen. Eine Elektrofirma hatte einen Kostenvoranschlag geschickt. Ein Komplettersatz der 238 Doppel-Kugel-Leuchten würde etwa 135000 Euro kosten. Vom gewöhnungsbedürftigen Aussehen der neuen Laternenvariante will sich der Ortschaftsrat demnächst selbst ein Bild machen. Dann soll es ein klärendes Gespräch mit der Elektrofirma geben.

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