Die Schüler der 4. Klasse der Grundschule " Am Heiderand" in Samswegen studieren seit Montag die Volksstimme und wollen selbst auch zum Stift greifen. Auch für ihre eigene Schülerzeitung wollen sie sich Tricks abschauen.

Samswegen l "SchmaZ junior ist eine tolle Idee. Und was ganz wichtig ist, diese Initiative ist für unsere Arbeit, was die hauseigene Schülerzeitung betrifft, ein echter Gewinn." Yvonn Franze, Lehrerin an der Grundschule "Am Heiderand" in Samswegen und Projektleiterin, ist des Lobes voll und fühlt sich in ihrer Aussage auch von den Mädchen und Jungen der vierten Klasse bestätigt. "Es ist schon etwas Besonderes, wenn man täglich die Zeitung studiert und den Profis gewissermaßen auf die Finger schaut. Das hilft, dass unsere Schülerzeitung langfristig sehenswerter und vor allem interessanter, damit vielseitiger wird", so die Meinung des Redaktionskollegiums, dem sieben Schüler der Klasse 4 angehören. "Bei SchmaZ junior", so ergänzt Yvonn Franze, "aber wollen alle mitmachen, liest jeder die Zeitung und fühlt sich persönlich angesprochen."

Die Zeitungsarbeit an der Grundschule Samswegen hat eine gute Tradition und vor allem einen Namen. Vier Mal (oder öfter) im Jahr wird die "Bieni", so der Titel der Zeitung, mit einer Gesamtauflage von 80 Stück verlegt. Die Ausgaben sind gefragt und noch schneller vergriffen.

"Das spricht für die gute Qualität und die interessanten Beiträge", erläutert die Lehrerin und verrät zugleich das Geheimnis des Erfolges: "Wir führen bereits die Schüler der unteren Klassen systematisch an die schreibende Zunft heran. Die Besten arbeiten dann in der vierten Klasse nicht nur an der Gestaltung der Zeitung mit."

Wie die neue Ausgabe aussehen soll, da hatten die jungen Reporter bereits konkrete Vorstellungen, eine Geschichte ist bereits festgeschrieben: In der künftigen "Bieni" wollen die jungen Redakteure über SchmaZ berichten.

Seit Montag (bis zum 3. Mai) liegt die Volksstimme stets zur ersten Stunden bei den Viertklässlern auf dem Tisch. "Im Deutschunterricht und Heimatkunde", erläutert Klassenlehrerin Conni Ammann, "ist sie gewissermaßen Pflichtliteratur, weil sich die Kinder darauf freuen. Noch mehr würden sie sich freuen, könnten sie eine eigene Geschichte in ihrer Heimatzeitung lesen."

Erste Ideen gibt es bereits, denn die Aktivitäten im Rahmen des SchmaZ-Projektes sind vielseitig. So weilten am Mittwoch Mitarbeiter des ADAC an der Grundschule, "referierten" zum Thema "Bremsen und Bremsweg." Was da so theoretisch daher kommt, wurde auf einer abgesperrten Straße sehr praktisch. Gestern nun weilte der Autor Dietmar Kruczek an der Schule, las den Kindern vor und plauderte mit ihnen.

"Um eine stärkere Bindung zur Heimatzeitung zu bekommen", äußert Yvonn Franze einen Wunsch, "würden wir als Klasse gern die Druckerei in Barleben besuchen und sehen wollen, wie die Volksstimme entsteht." "Vor dem Besuch in Barleben", so ergänzt Klassenlehrerin Conni Ammann, "das ist versprochen, schauen wir in der Redaktion in Wolmirstedt vorbei, um den Redakteuren bei der Arbeit über die Schulter zu schauen."

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