Die Umbau- und Erweiterungsarbeiten der Nordgermersleber Kita "Thiespatzen" sind seit gestern offiziell abgeschlossen. Die Kosten fielen mit 110000 Euro günstiger als geplant aus. Einen letzten Wunsch haben Erzieher und Kinder aber noch.

Nordgermersleben l "Die alte Dame ist mit fast 60 Jahren richtig schick geworden", verkündete Gemeindebürgermeisterin Steffi Trittel bei der feierlichen Übergabe. Die alte Dame ist die Kita und feiert in diesem Jahr ihr 58-jähriges Bestehen.

Vertrauen auf Klapperstorch gab Kita-Freunden Recht

In den vergangenen 20 Jahren haben gleich mehrere Sanierungsetappen und auch Gefahren die "Thiespatzen"-Geschichte geprägt. Selbst eine Schließung war in den 1990er Jahren erwogen worden. "Doch das Vertrauen auf den Klapperstorch hat unseren Entscheidungen für den Erhalt, den späteren Ausbau und den jetzt abgeschlossenen Umbau Recht gegeben", unterstrich Steffi Trittel. Dann stimmten die Knirpse Loblieder auf die Handwerker, ihr "Spatzennest" und auf ihr Heimatdorf an. 2010 hatte der letzte große Sanierungsabschnitt begonnen. In zwei Etappe sollte die Einrichtung zunächst erweitert und dann umgebaut werden. Das ist endlich gelungen.

Herzstück des ersten Bauabschnitts war der Bau eines neuen Sanitärtraktes sowie der Anbau eines Gruppenraumes mit eigener neuer Terrasse für die Kindergartenkinder gewesen. Dadurch konnte der frühere Gruppenraum zum Bewegungsraum für alle Kinder umfunktioniert werden.

Pädagogische Abläufe können jetzt besser organisiert werden

Im nun abgeschlossenen zweiten Bauabschnitt haben die Bauleute einen neuen Eingangsbereich geschaffen. Dafür war zuvor die frühere überdachte Kita-Terrasse abgerissen worden. Der neu geschaffene Eingangsbereich umfasst ein modernes Foyer mit zwei Garderobenräumen - mit separaten Zugängen in den Krippen- und in den Kindergartenbereich. Im benachbarten früheren Eingangsbereich konnte das lange ersehnte Leiterinnen-Büro eingerichtet werden. Bisher hatte Kita-Leiterin Eyreen Wohlsdorf ihre leitenden Tätigkeiten mitten im Trubel im zentralen Durchgangszimmer der Einrichtung erledigen müssen. Dieses Zimmer kann zukünftig für den pädagogischen Alltag genutzt werden. In der Einrichtung können 42 Kinder betreut werden. Derzeit sind es 33, bis Mai kommen sieben Krippenkinder hinzu. Außerdem ist ein Durchbruch zwischen Schlaf- und Waschraum der Krippenkinder geschaffen worden. "Mit dem neuen Raumkonzept können die pädagogischen Abläufe besser organisiert werden", unterstrich die stellvertretende Kita-Leiterin Kerstin Wiersdorf gestern und fügte an: "Einen kleinen Wunsch haben wir noch. Wir brauchen einen Unterstand für unsere kleinen Trecker und den Sechssitzer für die ganz Kleinen." Bürgermeisterin Trittel versprach: "Wir werden sehen, was wir machen können."

Spielraum für die Erfüllung dieses Wunsches könnten die geringer als geplant ausgefallen Baukosten bieten. Statt der ursprünglich veranschlagten 125000 Euro hat der zweite Bauabschnitt nur 110000 Euro gekostet.

Auf die Fertigstellung und auf die günstigen Kosten stießen Vertreter der Gemeinde und des Nordgermersleber Ortschaftsrates mit Bauleuten, Planern und Kita-Eltern an. Die Knirpse freuten sich über neues Sandspielzeug, ein Gläschen Fruchtsaft und leckeren Kuchen.