Die ersten Bundesfreiwilligen in der Verbandsgemeinde Elbe-Heide haben ihren 18-monatigen Dienst abgeleistet. Bürgermeister und Koordinatoren verabschiedeten die 47 Männer und Frauen, die in den verschiedensten Bereichen tätig waren.

Rogätz l Ob Kinder-, Jugend- oder Seniorenbetreuung, Unterstützung von Sportvereinen, ökologische Waldbewirtschaftung oder Schwemmholzbeseitigung - die Einsatzgebiete für die 47 Bundesfreiwilligen der Verbandsgemeinde Elbe-Heide waren vielfältig.

"Sie haben in den vergangenen 18 Monaten mehr als 80000 Stunden zum Wohle der Gesellschaft geleistet", bedankte sich Wolfgang Großmann, der den Bundesfreiwilligendienst in der Verbandsgemeinde Elbe-Heide koordiniert, für die fleißige Arbeit. Auch Verbandsgemeindebürgermeister Thomas Schmette (CDU) sparte nicht mit Lob für die engagierte Arbeit der Frauen und Männer.

Die Bundesfreiwilligen kamen aus allen Mitgliedsgemeinden der Verbandsgemeinde. Viele hätten gern über die 18 Monate hinaus ihre lieb gewordenen Tätigkeiten weitergeführt, doch das lassen die geltenden Bestimmungen nicht zu. Mit 81 Jahren war Edith Küllmey aus Heinrichsberg die älteste Teilnehmerin. Sie organisierte die Seniorenbetreuung in ihrem Heimatort.

In einem feierlichen Rahmen bekamen die scheidenden Bundesfreiwilligen im Rogätzer Bürgerhaus ihre Beurteilung sowie ein kleines Abschiedspräsent überreicht. "Das sind ein Fotobuch mit Bildern von ihrer Tätigkeit sowie ein kleines Souvenir von der Bundesfreiwilligenstelle in Köln", verriet Wolfgang Großmann.

Mit dem Aussetzen der Wehrpflicht und dem damit verbundenen Ende des Zivildienstes führte die Bundesregierung am 1. Juli 2011 den Bundesfreiwilligendienst ein. Die Verbandsgemeinde Elbe-Heide reagierte als eine der ersten Kommunen in der Region.

Verbunden mit der Tätigkeit im Bundesfreiwilligendienst sind auch ein Taschengeld sowie Beiträge für die gesetzliche Sozialversicherung. "Wer nach Ende des Bundesfreiwilligendienstes noch Anspruch auf Arbeitslosengeld hat, sollte darauf achten, dass die Arbeitsagentur auch die Sozialleistungen berücksichtigt", gab Großmann seinen ehemaligen Mitarbeitern mit auf den Weg.

Im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes sind auch regelmäßige Seminare vorgeschrieben. "Wir haben sechs Seminare und neun Exkursionen organisiert, sind dabei 2800 Kilometer Bus, 60 Kilometer Schiff und 50 Kilometer Bahn gefahren", nannte Großmann die statistischen Daten.

Der Bundesfreiwilligendienst wird in der Verbandsgemeinde Elbe-Heide weiter eine wichtige Rolle spielen. "Bis zum Endes des Jahres 2013 werden wir wieder 98 Bundesfreiwillige haben", kündigte Thomas Schmette an.