Haldensleben/Irxleben l Von der Straße her sind die Stadt Haldensleben und die Einheitsgemeinde Hohe Börde gut vernetzt. Mit der B 245 Haldensleben-Bebertal, der L 24 Hundisburg-Rottmersleben und der Straße von Althaldensleben nach Ackendorf gibt es direkte Verbindungen zwischen beiden Kommunen. Was allerdings fehlt, ist ein Radweg. Doch auch den könnte es bald geben. Sowohl in Haldensleben als auch in der Hohen Börde wird an den Plänen für solch eine Verbindung gearbeitet.

Für einen Radweg anbieten würde sich der Bahndamm der stillgelegten Strecke Haldensleben-Eilsleben. "Es gab vor geraumer Zeit eine Abstimmung mit der Gemeinde Hohe Börde. Die Gemeinde möchte die Trasse für einen Radweg nutzen und dieser sollte dann in Hundisburg beginnen", erklärt Stadtpressesprecher Lutz Zimmermann dazu. "Die Stadt Haldensleben war und ist deshalb an den Verhandlungen mit der Bahn beziehungsweise mit dem Zwischenerwerber, der Eisenbahnhandelsgesellschaft, zum Erwerb der Trasse beteiligt. Ein Kaufvertragsentwurf liegt vor, jedoch gibt es noch Abstimmungsbedarf", nennt Zimmermann den aktuellen Stand der Dinge von Haldensleber Seite aus.

Nicht schlechter sieht es in der Hohen Börde aus. "Wir stehen unmittelbar vor dem Kauf der Strecke, die über zwölf Kilometer durch die Hohe Börde führt", sagt Pressesprecher Maik Schulz. Abgenommen sei die Strecke bereits, nachdem eine Fremdfirma im Auftrag der Bahn die Gleisanlagen abgebaut und den Bahndamm mit Steinen und zertrümmerten Betonschwellen hergerichtet hat.

"Der Grundstückserwerb", so macht Schulz deutlich, "ist die Voraussetzung für die weitere Planung. Wir wollen auf jeden Fall auf dem Bahndamm einen Radweg in unseren Gemeindegrenzen bauen." Er soll dann durch die Gemarkungen Ackendorf, Schackensleben, Rottmersleben und Nordgermersleben führen. "Wir wollen den alten Bahndamm als durchgängigen Weg für die Öffentlichkeit erhalten", unterstreicht Schulz. "Für den Kraftfahrzeugverkehr bleibt der Weg gesperrt."

Die Trasse soll - ähnlich wie der Holunderradweg - als ländlicher Weg hergerichtet werden. Er könne mit Fördermitteln vom Amt für Landwirtschaft, Forsten und Flur- erneuerung ausgebaut und dann für Fahrradfahrer freigegeben werden, meint der Hohe Börde-Pressesprecher. Derzeit würden die technischen Voraussetzungen für ein Flurbereinigungsverfahren geprüft.

Das Anlegen des Weges auf dem Bahndamm hat seine Vorteile. Maik Schulz spricht in dem Zusammenhang vom Projekt "Panorama-Weg Alte Eisenbahn", weil der Damm höher liegt als seine Umgebung. Er kann sich auch gut vorstellen, dass sich der Radweg auf der alten Trasse durch den ganzen Landkreis zieht - als Verbindung zwischen dem Aller-Elbe-Radweg bei Haldensleben und dem Aller-Radweg bei Eilsleben, der wiederum auf den Börderadweg schließt.