Die Aula war mit güldenen Sternen geschmückt, auf der Bühne agierten festlich gekleidete Schüler, die Besucherplätze, auch auf der Empore, waren bis auf den letzten Platz belegt - so geschehen am Mittwoch und Donnerstag bei den traditionellen Weihnachtskonzerten des Kurfürst-Gymnasiums.

Wolmirstedt l Es ist über die Jahre zu einer liebgewordenen Tradition geworden, und die Plätze für dieses weihnachtliche Event sind überaus gefragt. Das zeigte sich erneut am Mittwoch und Donnerstag, als die Schüler des Kurfürst-Gymnasiums zum Weihnachtskonzert einluden. Aus der Erfahrung und um dem enormen Besucherandrang Herr zu werden, wurden auch 2011 gleich zwei Veranstaltungen festgeschrieben. Die Organisatoren taten gut daran, denn beide Konzerte waren richtig gut besucht.

Was nicht nur von den beiden Musiklehrerinnen Jana Berfelde und Susanna Skalla - die sich für das Weihnachtskonzert verantwortlich zeichneten - wohlwollend aufgenommen wurde. "Auch", so betonte Jana Berfelde, "weil wir die Besucher mit diesem Konzert auf Weihnachten einstimmen konnten, aber zugleich den Nachweis erbrachten, dass an unserem Gymnasium nicht erst seit diesem Schuljahr musikalische Talente heranreifen, die auch allseitig gefördert werden."

Dennoch musste seit Oktober intensiv(er) geprobt werden. Wie die Musiklehrerin betonte, trafen sich die Schüler einmal in der Woche, "in den vergangenen drei Wochen aber kamen wir täglich zusammen". Da allerdings stand bereits der exakte Programmablauf fest. Das Gros der (Musik)Schüler des Weihnachtskonzertes nahm die Chance wahr und beteiligte sich an einem dreitägigen Musik-Workshop in Schierke im Harz.

Wie Jana Berfelde hervorhob, wurde hier auch der Titel der Veranstaltung "Stella Natalis" - was frei übersetzt bedeutet: Ein Stern ist geboren - festgeschrieben. "Gleichzeitig bildete das Lied von Karl Jenkins gewissermaßen die Klammer des Konzertes. Mit dem ersten Teil stimmten wir auf die Veranstaltung ein, mit Teil zwei fand das Weihnachtskonzert seinen würdigen Abschluss." Das letzte (gesungene) Wort einer durchweg gelungenen Veranstaltung aber hatten - wie alle Jahre wieder - die Gäste. Gemeinsam mit dem Schulchor intonierten sie "Oh du fröhliche".

Dazwischen aber wurde ein Weihnachtskonzert geboten, das für jeden Geschmack die passende Melodie bot. Vom Gospel über Pop, vom Gedicht bis zum "Halleluja". Das hieß, die Palette der musikalischen Darbietungen war bunt, erfrischend, aber auch festlich besinnlich. Dezernent Joachim Hoeft zeigte sich tief beeindruckt von der Leistung der Gymnasiasten der fünften bis zwölften Klasse. Die Moderation an diesen Abenden lag in den Händen von Philine Welzel und Helene Müller, die sensibel von Programm- zu Programmpunkt führten. Das erste Highlight an diesem Abend aber stimmten die Chöre - begleitet von Musikern des Kammerorchesters Magdeburg - mit dem Lied "Laudate omnes gentes" (Lob singt ihr Völker alle) an. Ausgesprochen beschwingt brachte das grandiose Klarinettenduo Clara Franke und Leonhard Schwarz das Lied "Morgen kommt der Weihnachtsmann" zu Gehör.

Das Weihnachten aber auch richtig lustig sein kann,bewies die Musik-AG der 5. Klasse unter der Leitung von Jana Berfelde mit "Hakuna matata - es weihnachte sehr".

Etwas aber war an beiden Tagen anders als in den Jahren zuvor. So trat erstmals der Chor der Ehemaligen auf, oder wie sie sich nannten: "Oldie-Chor". Sarah Rosenbohm, Michaela Aust und Angelina Hartmann, einst Schülerinnen am Gymnasium, sangen unter anderem ein Weihnachtsmedley. Als sich nach gut eineinhalb Stunden die Aula leerte, meinte am Mittwoch nicht zufällig ein Zuhörer im Brustton der Überzeugung: "Jetzt kann Weihnachten kommen."

   

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