Sie soll eine Häuserzeile nachempfinden und den Parkplatz mitten im Ort vom Breiteweg abgrenzen. Bis zur 950-Jahrfeier Barlebens soll die sogenannte "Raumkante" errichtet sein. Der Hauptausschuss bewilligte für das Zaunsystem eine überplanmäßige Haushaltsausgabe.

Barleben l Die Raumkante - respektive der stählerne Zaun mit torähnlichen Durchfahrten und Durchgängen für Fahrzeuge und Fußgänger - gemäß dem im Oktober vom Ortschaftsrat verabschiedten gestalterischen Konzept soll im März, April in Barlebens neuer Mitte zu bestaunen sein. Henry Gnauert, Sanierungsbeauftragter der Gemeinde, geht davon aus, dass die Errichtung des Zaunsystems zu Beginn der Feierlichkeiten zu Barlebens urkundlicher Ersterwähnung vor 950 Jahren abgeschlossen ist. "Wichtig ist, dass der Auftrag zur Herstellung der stählernen Raumkante noch in diesem Jahr ausgelöst wird", so Carola Studte vom Bau- und Serviceamt der Gemeinde. "Dann kann im Frühjahr am Parkplatz vor den beiden Einkaufsmärkten mit der Montage der Edelstahlelemente begonnen werden." An die Montage der Raumkante soll sich ihre Bepflanzung mit jahreszeitgemäßen Spalier- und Klettergehölzen anschließen.

Das Ausfüllen der einzelnen Zaunfelder erfolgt gemäß Festlegung der gewählten Vertreter der Ortschaft wechselweise mit mattenartigen Drahtgeflechten, Rundstäben und Seilen aus Edelstahl. Die Mehrheit der Ortschaftsräte geht davon aus, dass diese Lösungsvariante den Bürgern gefällt. Allgemein war bei der Vorstellung dieses Konzeptes im Oktober im Ortschaftsrat von einem Zuwachs an gestalterischer Qualität die Rede. Lediglich Wolfgang Rost konnte sich nicht mit der "Edelstahlüberfrachtung" des Breiteweges anfreunden.

Den Ortschaftsräten war vorgeschlagen worden, die Raumkante entsprechend dem Ursprungskonzept der TEO Industriedesign GmbH zu bestätigen, aber in weniger kostenintensiver Ausführung. Die Grundform der Raumkante sollte erhalten bleiben, jedoch auf das kostenmäßig sehr intensive Ausfüllen der einzelnen Zaunfelder durch perforierte Bleche verzichtet werden. An die Stelle der Bleche sollten wechselweise mattenartige Drahtgeflechte und Stab- sowie Seilsysteme treten.

Der Ortschaftsrat hat für die Errichtung des zirka 100 Meter langen Zaunsystems die Latte der Gesamtaufwendungen bei 300000 Euro abgelegt. Laut Haushaltsplan für das laufende Jahr stehen aber lediglich 175 000 Euro zur Verfügung. Davon wurden bereits 11 000 Euro in Anspruch genommen. Verfügbar sind demnach noch Mittel im Umfang von 164000 Euro, benötigt werden aber überplanmäßig Gelder in Höhe von 156000 Euro. Der Hauptausschuss der Gemeinde hat die unabweisbare Mehrausgabe letzten Donnerstag einstimmig bewilligt. Eine entsprechende Deckungsquelle im Haushaltsplan konnte gefunden werden. Durch das unbürokratische Bereitstellen der zusätzlich notwendigen Haushaltsmittel gerät der gedachte Zeitraum, ausgehend von der Herstellung, über die Montage und die Begrünung der Raumkante, nicht in Gefahr.