GroßAmmensleben l Das Weihnachtsfest ist vielleicht ganz streng genommen vorbei, die Weihnachtszeit jedoch lange noch nicht. Die endet im Kirchenjahr erst am zweiten Sonntag im Januar mit dem Fest der Taufe Jesu. Der zweite Sonntag im Januar 2012 ist der 8. Januar, darum ist ein Weihnachtskonzert am 7. Januar kein nachgeholtes oder außergewöhnliches Weihnachtskonzert, sondern eines, das sich ganz gewöhnlich in die Weihnachtszeit einfügt.

An diesem Tag nämlich, am 7. Januar um 17 Uhr, lädt die Kirchengemeinde Groß Ammensleben zum Weihnachtskonzert in die Klosterkirche St. Peter und Paul. "Die Kirche wird geheizt sein", zerstreut Kantor Michael Löderbusch temperaturbedingte Bedenken, ob man dieses Konzert bedingungslos genießen kann. Man kann, denn gemeinsam mit dem Instrumentalensemble Magdeburg, den Vokalsolisten und Chorsängern des Ökumenischen Chores Groß Ammensleben erklingen unter anderem Werke von Mendelssohn, Camille Saint-Saens, dem frühbarocken Komponisten Franz Tunder.

"Außerdem werden auch die berühmte Hymne ,Look at the world\' und das ,Christmas Lullaby\' des englischen Komponisten John Rutter zu hören sein", macht Michael Löderbusch neugierig. Und weil Weihnachten und Singen ganz bestimmt auch für die Besucher zusammengehören, laden alle Musiker ein, zwischendurch gemeinsam mit dem Chor und dem Orchester zu singen.

Und dennoch, es erscheint wohl vielen eher ungewöhnlich, am 7. Januar immer noch Weihnachten zu feiern, noch dazu mit einem festlichen Konzert unterm Weihnachtsbaum.

"Ganz früher begann die Weihnachtszeit mit dem Martinstag", klärt Löderbusch auf, "da wurde erst die berühmte Martinsgans gegessen und dann bis Weihnachten gefastet."

Inzwischen beginnt die Weihnachtszeit gewöhnlich mit der Adventszeit, "aber es wäre doch schade, wenn man sich so lange auf ein Fest vorbereitet und dann ist es nach drei Tagen vorbei", macht der Kirchenmusiker deutlich. Und er erklärt auch, dass der zweite Sonntag im Januar auch noch nicht das Ende des Festes sein muss. "Manche feiern die Weihnachtszeit bis zum 2. Februar. Da ist Maria Lichtmess."