Zielitz (mg) l Zu dem tragischen Unglück im Kali-Salzbergwerk Zielitz am Donnerstagabend, bei dem ein Bergmann ums Leben gekommen ist, hat Sachsen-Anhalts Wirtschaftsministerin Birgitta Wolff (CDU) den Angehörigen gestern ihr Beileid ausgesprochen. "Die Nachricht über den Tod des Bergmannes hat mich zutiefst geschockt. Ich wünsche seinen Angehörigen die Kraft, diesen entsetzlichen Unfall und Verlust zu verarbeiten", hieß es in einer Pressemitteilung. Einem weiteren 27-jährigen Bergmann, der dabei verletzt worden war, wünschte sie "gute Besserung".

Unfälle wie diese machen auf die Gefahren dieses Berufes aufmerksam. Darauf verwies die Ministerin: "Obwohl der Bergbau in Deutschland als der sicherste der Welt gilt, bietet das sogenannte Restrisiko noch eine Lebensgefahr, mit der alle Bergleute täglich umgehen müssen. Dafür verdienen sie unser aller Hochachtung."

Das Unglück hatte sich gegen 19.30 Uhr beim Salzabbau in einer Grube in 700 Metern Tiefe ereignet. Der 42-jährige Bergmann war von einem schweren Steinfall verschüttet worden, teilte Kali gestern mit. Wie es weiter heißt, seien sofort Rettungsmaßnahmen eingeleitet, der verschüttete Bergmann aber erst gegen Mitternacht tot geborgen worden. 39 Grubenwehrleute waren stundenlang im Einsatz, um das Geröll am Unglücksort wegzuräumen.

Polizei und Gewerbeamt ermitteln nun wegen der Unfallursache. Auch das zuständige Landesamt für Geologie und Bergwesen (LAGB) ist mit dem Unglück befasst. Das LAGB hatte erst tags zuvor die Sicherheitsvorkehrungen in der vom Unglück betroffenen Grube überprüft, habe jedoch keine Mängel feststellen können, heißt es aus dem Wirtschaftsministerium. Das Kali-Werk hat rund 1700 Beschäftigte, und zuletzt war vor mehr als zehn Jahren ein Todesfall unter den Bergmännern zu vermelden.