Samswegen (kd). Kommenden Sonntag brennt die erste Kerze auf dem Adventskranz. Die Samsweger pflegen an diesem Tag in ihrer beheizten Kirche einen langjährigen Brauch, nämlich das Adventssingen der Chöre des Dorfes. Nachdem Helga Tangermann die Orgel von St. Sebastian zum Klingen gebracht hat – die 79-Jährige sitzt seit mehr als 63 Jahren am Spieltisch des königlichen Instrumentes – stimmt der Männerchor "Liederkranz" (Leitung: Dieter Wahnschaap) die ersten weihnachtlichen Weisen an. Instrumentalgruppe und Chor der Grundschule "Am Heiderand" unter Birgit Radtke geben zum Besten, was sie einstudiert haben, genauso der Samsweger Frauenchor (Leitung: Gerlinde Krauß). Das erste Mal beim Adventssingen mit von der Partie sind die Mädchen und Jungen der Tagesstätte "Fuchsbau" (offizielle Namensvergabe am Dienstag).

Außerdem wirken Melissa Hedermann und Bianka Gippner mit. Es sprechen Jörg Finke sowie Pfarrerin Rosemarie Oehlke aus Rogätz. Pfarrer Andreas Nestler als Verwalter der vakanten Pfarrstelle Samswegen ist verhindert. Nach dem Adventssingen findet im Gemeinderaum ein gemeinschaftliches Kaffeetrinken statt. Gegen Hunger und Durst sind auch Würstchen und Glühwein zu haben.

Der Männergesangverein "Liederkranz" ist Träger viele Urkunden und Auszeichnungen. 1994 wurde ihm die Zelter-Plakette verliehen. Über 130 Familien sind aktiv oder passiv mit dem Chor verbunden. Zu den langjährig tätigen Sängern haben sich in den letzten Jahren viele junge hinzugesellt. Die 35 Männer bieten klassischen Chorgesang. Sie sind neuem Liedgut gegenüber aufgeschlossen und trotzdem der Tradition verhaftet.