Da soll noch einer sagen, die Frauen wären eitel, dabei bezeichnen sie sich selbst als "Hupfdohlen". Das hat seinen Grund, in der Ortschaft Meitzendorf wird viel und gern getanzt. Nicht jeder für sich, aber auch nie alle auf einmal.

Meitzendorf. Vor 14 Jahren aber haben sich einige Frauen der Ortschaft beschwingten Schrittes zusammen gefunden, um ihrem Hobby zu frönen. Da der kultivierte Tanz langfristig unter dem Dach eines Vereins geschehen sollte, brauchte die Frauengruppe über kurz oder lang auch einen Namen. Der Name "Meitzendorfer Hupfdohlen" wurde schließlich nach langer Diskussion bei einem kühlen Alster favorisiert.

Und wie Chef-Choreografin Katrin Röhrig betont, beschreibt der Name sehr gut wie sie sind. "Bei uns findet man keine Elfen vom Fernsehballett, sondern Hobbytänzer, die klein, groß, jung und etwas älter, schlank und etwas vollschlanker, aber vor allem voller Lebenfreude sind." Der Spaß am Tanz steht bei den Frauen im Vordergrund und dies ist bei jedem ihrer Auftritte spürbar. So jüngst beim Fest der Vereine, wo letztlich auf eine Zugabe verzichtet werden musste, weil sie den Zeitrahmen gesprengt hätte.

In den vergangenen 14 Jahren tanzten (immer wieder mal in wechselnder Besetzung) 12 bis 13 gestandene Frauen, neuerdings traut sich auch ein Mann. Wie die Chefin der "Hupfdohlen", Ute Hennig, verrät, "reicht die Zahl bei Auftritte hin und wieder nicht aus, müssen auch mal Familienmitglieder "einspringen". Das geschah stets so gekonnt, dass 2004 die "Hupfdohlen" als Sektion Tanzen, Mitglied im Meitzendorfer Kultur- und Sportverein geworden sind.

Erfolg verpflichtet und mittlerweile haben die "Mädels" weit über 20 Tänze im Repertoire. Diverse Musikrichtungen, Länderthemen und Musicals haben die "Dohlen" mit viel Talent und noch mehr Spaß gekonnt auf die Tanzfläche gebracht: Cancan, Alpenrap, Abba-Medley, Afrika- und Dschungelmix, Cats und jüngst den Sister Act ist eine kleine Auswahl. Durch ihre Auftritte (Gemeindefeste, Sachsen-Anhalt-Tag, Familienfeiern) haben die Frauen zwar nicht die Welt gesehen, dafür aber die Region kennengelernt. Und können Dank der gewaltigen Auftritte, aber durch Sponsoren, ihre tollen Kostüme finanzieren.

Die am 17. Dezember ein letztes Mal 2010 getragen werden. "Silvester", so abschließend die Chefin Ute Hennig, "werden die ,Dohlen‘ garantiert auch rumhüpfen, dann aber garantiert nicht als Schwarm."