Eine Bietergemeinschaft aus dem Industriebau Wernigerode und der Magdeburger Niederlassung der Bauunternehmung Wallbrecht aus Hannover übernimmt den Umbau des ehemaligen Gebäudes der Elektromotoren und Gerätebau GmbH Barleben zum neuen Sitz des Internationalen Gymnasiums "Pierre Trudeau". Die Ecole-Stiftung als freier Schulträger erteilte Anfang März offiziell den Bieterzuschlag.

Barleben Die Bietergemeinschaft hatte sich im ausgelobten Wettbewerb und den anschließenden Verhandlungen aus acht Bewerbern durchgesetzt. Ausschlaggebend war unter anderem das Angebot eines pauschalen Festpreises für den Neubau. Das Gymnasiums wird am Ende einschließlich Einrichtung etwa zehn Millionen Euro kosten. Der Wettbewerb sah die Erhaltung und Rekonstruktion wesentlicher Gebäudeteile und Fassadenelemente der alten Industrieanlage vor. "Wir freuen uns, dass nach intensiven Gesprächen nun der Startschuss für die konkreten Bauaktivitäten fällt", so Stiftungsvorstand Marco Langhof Anfang März in Barleben. Dr. Michael Kleinen, Schulleiter und künftiger Hausherr, unterstrich: "Die Wünsche der Schüler und Lehrer standen bei den Verhandlungen immer im Mittelpunkt. Wir konnten sogar noch Verbesserungsvorschläge durchsetzen."

Bestehendes mit neuen Inhalten erfüllen

Mit dem Schul-Neubau in der Bahnhofstraße wird eine Industriebrache in ein modernes Gymnasium verwandelt. Schüler und Lehrpersonal erhalten niveauvolle Unterrichtsräume, die zum Lernen einladen werden. Auch Franz-Ulrich Keindorff, Bürgermeister von Barleben und Mitglied des Stiftungsrates, zeigte sich zufrieden: "Der neue Schulstandort ist ein weiterer Gewinn für die Gemeinde." Mit ihm setze die Kommune ihre vor zwölf Jahren begonnenen Bestrebungen fort, Bestehendes mit neuen Inhalten zu erfüllen. "Hier wird eine Industriebrache nicht einfach abgerissen, sondern ein vorhandenes Objekt revitalisiert." Mit der Lage des neuen Gymnasiums in Bahnhofsnähe werde ganz nebenher das eine oder andere Verkehrsproblem für Barleben gelöst, so Keindorff.

Erfreut zeigte sich der Sprecher des Bieterkonsortiums, Peter Schmidt, Geschäftsführer der Industriebau Wernigerode GmbH. Er erklärte: "Es kommen mittelständische Unternehmen der Region zum Zuge." Schmidt betonte: "Wir sind zuversichtlich, dass wir das Bauvorhaben zur Zufriedenheit der Schüler, Lehrer, und Eltern realisieren werden."

Immerhin verwirklichten beide Unternehmen als langjährige Partner bereits viele Projekte in Magdeburg, Hannover und Stendal, darunter zehn Schulbauprojekte in der sachsen-anhaltinischen Landeshauptstadt Magdeburg.