Wolmirstedt. Bald nun ist Weihnachtszeit, fröhliche Zeit. Doch in manchen Ländern, so auch in Osteuropa, mag keine Weihnachtsvorfreude aufkommen. Besonders Kinder sind dort von schwierigen Lebensumständen betroffen. Die Mädchen und Jungen leben oft in bitterer Armut – in Flüchtlingslagern, Waisenheimen, Slums oder auf Müllhalden. Auch ihnen etwas Freude in die Augen und ins Herz zu zaubern, das ist das Anliegen der Aktion "Weihnachten im Schuhkarton".

Weihnachten im Schuhkarton nennt sich eine Aktion, bei der Menschen in den Wohlstandsländern aufgerufen werden, Geschenke für Kinder in ärmeren Ländern zu packen, soll ein Schuhkarton gefüllt werden. Eine dieser Annahmestelle dazu gibt es auch in der Katharinenkirche.

Anke Zenker, 40, Krankenschwester, Mutter von drei Söhnen und Mitglied des Gemeindekirchenrates, hat in Wolmirstedt zwei der über 800 deutschlandweiten Sammelstellen für das Projekt "Weihnachten im Schuhkarton" mit eingerichtet. Die gefüllten Schuhkartons, die ab sofort abgegegeben werden können, kommen von Privatleuten, sind aber auch Schulklassen darunter. Wohin die liebevoll gepackten Pakete letztlich gebracht werden, wird erst zum Ende der Aktion veröffentlicht. Im Vorjahr, das weiß die Wolmirstedterin sehr genau, freuten sich 538 238 bedürftige Mädchen und Jungen in überwiegend osteuropäischen Ländern über ein Geschenk, das zuvor in Deutschland, Österreich und der Schweiz gepackt wurde.

Wie die engagierte Frau betont, kann jeder mitmachen. Einfach einen handelsüblichen Schuhkarton (es geht auch jeder andere stabile Karton) mit buntem Geschenkpapier bekleben und mit Überraschungen füllen, über die sich jedes Kind freut: Spielzeug, aber auch Süßigkeiten und natürlich sollten auch praktische Dinge, wie Zahnbürste, Zahncreme, Socken und Schulhefte nicht fehlen.

Noch bis zum 15. November können die Päckchen bei Familie Zenker im Genossenschaftsweg 5 abgegeben werden. Wie die junge Frau betont, werden die prall gefüllten Kartons auch im Gemeindebüro der Katharinenkirche entgegengenommen. In beiden Annahmestellen, so versichert Anke Zenker, sind auch leere Kartons vorhanden, wird auf Wunsch, wichtiges Informationsmaterial verteilt, das Antworten auf alle anfallenden Fragen gibt. "Natürlich stehen wir aber auch gern persönlich Rede und Antwort", so die Wolmirstedterin, die dabei nicht nur den Gemeindekirchenrat hinter sich weiß.

Übrigens: Auf der Internetseite der Aktion gibt es zudem eine genaue Packanleitung, Füllvorschläge, Fotos und Videos von den Verteilerreisen im letzten Jahr sowie Informationen über die Empfängerländer.

"www.weihnachten-im-schuhkarton.de"