Gut einen Monat nach der Eröffnung der neuen Eichenbarleber Kita "Parkräuber" konnten die Knirpse gestern zum ersten Mal die neuen Außenanlagen erobern. Den neuen Rollrasen hatte der Mammendorfer Steinbruchbetreiber CSI gesponsert. Potenzial für noch mehr Grün vor der Kindergartentür ist reichlich vorhanden.

Eichenbarleben. "Bei der Eröffnung der Kita sah es auf der Spielwiese noch aus wie Holl und Boll", berichtete Ortsbürgermeister Detlef Binkowski. Zwar war Rasen angesät worden, doch zwischenzeitlich mussten immer wieder Handwerker auf die Fläche. "Das hätte ewig gedauert, bis hier ein vernünftiger Rasen gewachsen wäre", meinte Binkowski. Der Ortsbürgermeister bat CSI um Hilfe. Das Steinbruchunternehmen sponserte 1700 Euro für den Fertig-Rasen, der seit gestern bespielbar ist. Im Sturm eroberten die Knirpse ihr neues Reich mit Kletterburg, Rutsche, Sandkasten und mehreren Federwippen. Im nächsten Jahr soll der Grünbereich Binkowski zufolge erweitert werden. Die Fläche zwischen Kita und Grundschule (Südseite) sowie der Übergangsbereich zur benachbarten Sporthalle sollen begrünt und als Spielfläche von den Kindern genutzt werden. Der Schulspielplatz an der Nordwestseite des Olbetal-Komplexes ("Haus der Generationen") komplettiert das Spiel-Angebot an der frischen Luft.

"Wir haben uns inzwischen gut eingelebt", berichtete gestern die stellvertretende Kita-Leiterin Birgit Ackermann und dankte ausdrücklich allen Beteiligten, die Ende September beim Umzug vom Schlosspark in den dritten Trakt des "Hauses der Generationen" mitgeholfen hatten.

Im Gegensatz zur alten Kita sind im neuen Domizil der "Parkräuber" alle Räume ebenerdig und verfügen über eine Fußbodenheizung. Der Flur ist geräumig, die Gruppenräume größer als bisher. Großflächige Fenster bringen viel Licht in den Kinderalltag. Die Spielwiese ist aus jedem Gruppenraum direkt erreichbar. "Allerdings haben wir jetzt viel weniger Unterstellmöglichkeiten für unser in vielen Jahren angesammeltes Beschäftigungsmaterial", berichtete Birgit Ackermann. "Wir arbeiten an einer Lösung. Bisher lagert das Material an verschiedenen Standorten. Das ist natürlich nicht gerade ideal", räumte Binkowski ein.

Noch einmal die Geldbörse zücken muss die Gemeinde wegen Brandschutzauflagen. "In der Baugenehmigung stand, dass der Flur als zweiter Fluchtweg brandlastfrei sein muss. Deshalb müssen alle Holzbänke aus dem Flur verschwinden und Metallspinde angeschafft werden. Wir arbeiten an einer Lösung, bisher gilt eine Ausnahmegenehmigung", erklärte Binkowski.

Machen solche Auflagen Schule, dürften bald alle Kitas ihre hölzernen Umkleidemöglichkeiten im Fluchtwegbereich ersetzen. Das kann richtig teuer werden.