Für den Tag der offenen Tür am Sonnabend hatten sich Schüler und Lehrer der Sekundarschule viele Aktionen überlegt. Und dieses Engagement wurde mit großem Zulauf belohnt.

Barleben. Im Physikraum der Sekundarschule sah es aus, als hätten die Kinder ihr Pausenessen dort vergessen. Auf dem Tisch lagen Eier und Schokoküsse. Für Physiklehrer Jan Wiencierz und den Siebentklässler Andy Glaser waren die Lebensmittel aber wichtige Requisiten für die Vorführungen, mit denen sie am Sonnabend die Besucher zum Tag der offenen Tür beeindrucken wollten. Und das funktionierte. Erwachsene und Kinder sehen, dass man graue Theorie auch praktisch umsetzen kann. Das Unterdruck-Experiment, wie man ein Ei durch einen Flaschenhals bekommt, könnte auch ein guter Gag für Partys sein. Lernen fürs Leben eben.

Hausherrin Monika Kukuk stand im Erdgeschoss für Fragen der Besucher bereit. Und sie sah mit Freude, wie stolz die Schüler ihre Gäste in Empfang nahmen und durch das Gebäude führten.

Schon auf dem Parkplatz bekamen die Autofahrer die richtige Lücke zugewiesen. Hatte man die Schule durch die Eingangstüren betreten, stürmten gleich mehrere Kinder und Jugendliche auf einen zu, die bei der Orientierung über die vielen Angebote helfen wollten.

Julian Partickel war mit seiner Mutti Nicole aus Hohenwarsleben gekommen. Der Neunjährige probierte sich bei den Schulsanitätern an der Herzdruckmassage-Übungspuppe, schaute sich im Sekretariat und der Bibliothek um. Seine Mama achtete eher auf die Klassenräume, Stühle, Tische… "Aber natürlich auch auf die Lehrer und die Inhalte", stellte die Hohenwarsleberin klar, was ihr wichtig ist. Für den Sohnemann war die Entscheidung schon gefallen, er würde gern ab September 2011 zum Unterricht nach Barleben fahren.

"Stand beim Tag der offenen Tür in den Vorjahren meist das Interesse am Gebäude im Vordergrund, sind es jetzt viele Eltern von Vierklässlern, die sich umschauen, weil sie überlegen, ihre Kinder zu uns zu schicken", hat die Schulleiterin beobachtet. Sie weiß, dass für die Erziehungsberechtigten vor allem das Betreuungsangebot der Sekundarschule entscheidend sei. Obwohl die Einrichtung in der Feldstraße keine Ganztagsschule ist, werden die Kinder täglich von 7.30 Uhr bis 15.30 Uhr betreut, können unter Aufsicht ihre Hausaufgaben erledigen oder sich in einer der vielen Arbeitsgemeinschaften engagieren. So, wie es ein Großteil der aktuell 202 Schüler schon tut.

Besonders die Theatergruppe erfreut sich großen Zulaufs, hat schon 30 Mitglieder, überwiegend aus den fünften bis achten Klassen. In der Aula zeigten die Laien-Mimen, wie ihr wöchentlicher Probenalltag aussieht. Wer auf den Stühlen Platz nahm und zuschaute, konnte etwas sehen, dass die Barleber erst im Mai 2011 erleben können. Dann soll das Stück "Faust – oder die Welt ist nicht genug" dreimal aufgeführt werden.

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