Wolmirstedt (cl). Um der Opfer von Gewalt, Krieg und Gewaltherrschaft zu gedenken, hatten sich gestern Bürgermeister Dr. Zander, Vertreter von CDU- und SPD-Fraktion, Mitglieder beider Kirchengemeinden sowie Bürger an der Denkmalanlage versammelt. "So, wie wir hier stehen, verbindet uns die Erfahrung, dass sich die Spirale der Gewalt immer schon gedreht hat und noch weiter dreht", so der katholische Pfarrer im Ruhestand, Peter Zülicke. "Doch wie kommen wir da raus? Indem wir Geschehenes nicht vergessen!"

Ulrike Reichardt, Pfarrerin der Katharinengemeinde, erinnerte daran, dass wir durch 65 Jahren Frieden "seit langen Jahrhunderten die Ersten sind, die überhaupt an Aufarbeitung denken können". Frieden, der kein Traum bleiben soll, sei "eine große Bewegung in dem Willen, miteinander weiter zu gehen. Aber Frieden braucht Zeit – und unendlich viel Geduld".